Ganz starkes Spiel: Michaela Mlejnkova macht gegen Dinamo Moskau 23 Punkte. Foto: Baumann

Was für ein Coup! Die Volleyballerinnen von Allianz MTV Stuttgart gewinnen in der Champions League 3:2 gegen Dinamo Moskau.

Istanbul/Stuttgart - Die sportlichen Ziele waren nicht allzu hoch, als die Volleyballerinnen von Allianz MTV Stuttgart zum ersten von zwei Turnieren in der Gruppenphase der Champions League nach Istanbul aufbrachen. Der Bundesligist, immer noch geschwächt durch die Corona-Infektionen im Team und den überraschenden Abschied von Trainer Giannis Athanasopoulos, wollte zuvorderst den Spaß am Spiel wiederfinden. Nun, nach zwei Auftritten in der Türkei, lässt sich sagen: Das Lachen ist zurück! Und mit ihm der Erfolg. Am Mittwoch schlug das Team von Interimscoach Erik Reitsma völlig überraschend Dinamo Moskau, den Tabellenführer der russischen Super League und haushohen Favoriten, mit 3:2 (29:27, 13:25, 22:25, 25:14, 15:11). „Das war eine absolut grandiose Leistung, die Spielerinnen können sehr, sehr stolz auf sich sein“, jubelte Sportdirektorin Kim Renkema, „man sieht, wie viel Potenzial in der Mannschaft steckt, wenn sie befreit aufspielen kann.“

Kim Renkema lobt das gesamte Team

Angeführt wurde das MTV-Team von seinen Führungsfiguren. Außenangreiferin Krystal Rivers, die zuletzt in der Bundesliga angeschlagen pausieren musste, machte 25 Punkte, entschied das Duell gegen Dinamo-Superstar Natalja Gonscharowa klar für sich und wurde als wertvollste Spielerin ausgezeichnet. Auf ähnlich hohem Niveau agierte Michaela Mlejnkova, die ihr körperliches Tief überwunden zu haben scheint, ihr bestes Spiel nach der Rückkehr nach Stuttgart machte und 23 Punkte erzielte. „Krystal ist wieder voll da, und auch Michaela hat gezeigt, was sie kann“, lobte Renkema, „allerdings war es insgesamt eine super Vorstellung unseres Teams, vor allem auch im Block.“

Der Außenseiter zieht voll durch

Den ersten Durchgang hatten sich die Stuttgarterinnen mit dem fünften Satzball geholt, dann schlugen die Russinnen zurück – die anschließend immer genervter wirkten. Im vierten Satz war Dinamo chancenlos, im Tie-Break zog der Außenseiter voll durch. „Schon beim 2:3 gegen Istanbul am Dienstag war es ein überragender Auftritt von uns“, meinte Renkema, „und jetzt haben wir sogar eines der besten Teams der Welt geschlagen. Das gibt viel Selbstvertrauen.“ Natürlich auch für das dritte Spiel an diesem Donnerstag (15.30 Uhr) gegen Kaliningrad. „Wenn wir, was nach zehn Sätzen schwer wird, noch einmal die volle Energie aufs Feld bringen“, sagte Renkema, „können wir sogar noch mal eine Überraschung schaffen.“

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