Bald drehen sich wieder die Karusselle auf dem Wasen Foto: dpa

Das Landwirtschaftliche Hauptfest findet nach vier Jahren wieder auf dem Wasen statt.

Stuttgart - Stuttgart wird zum Bauernhof. Nach vier Jahren findet wieder das Landwirtschaftliche Hauptfest auf dem Wasen statt. Und erinnert daran, dass das Volksfest einst als Erntedankfest gestiftet wurde. Der Doppelpack in Bad Cannstatt beginnt am heutigen Abend mit der Eröffnung des 165. Volksfests.

Man muss sich an einen neuen Rhythmus gewöhnen. Früher war das Landwirtschaftliche Hauptfest alle drei Jahre. Um anderen Agrarmessen in Deutschland aus dem Weg zu gehen, hat man den Zeitraum verlängert. Das hat seine Vorzüge, man kann sich den Termin leichter merken: Olympische Winterspiele, Fußball-WM und zum Höhepunkt das Landwirtschaftliche Hauptfest. So wie in diesem Jahr. Damit man sich nicht zwischen Rindviechern, Schafen, Buden und Zelten verirrt, haben wir das Wichtigste zusammengetragen.

Wo ist die Eröffnung des Volksfests?

Im Hofbräu-Zelt von Hans-Peter Grandl. Das SWR-Fernsehen überträgt von 20.15 Uhr an bis 21.45 Uhr live. Wichtigster Programmpunkt: Der Stuttgarter OB Wolfgang Schuster wird das erste Fass anstechen. Und anschließend versuchen, lustig zu sein. Fürs Witzereißen hat man ihm mit Kabarettist Christoph Sonntag Hilfe an die Seite gestellt. Daneben treten auf: Rosanna Rocci, Vanessa Neigert, Sammy Tavalis, die Randfichten, die Lollies, Ray Martin und Pomm Fritz. 800 Ehrengäste sind geladen, doch freie Plätze gibt es keine mehr im Zelt. Nur wer früh genug reserviert hat, bekommt einen der restlichen 4500 Plätze im Zelt.

Wann beginnt das Landwirtschaftliche Hauptfest?

Am Samstag um 11 Uhr in der Halle 1. Ursprünglich sollte die Eröffnung gemeinsam mit dem Traditionsmorgen vor der Fruchtsäule stattfinden. Doch weil die Stadt keine Stühle auf dem Platz genehmigen wollte, ist man umgezogen. Das Hauptfest ist für die einen die bedeutendste Agrarmesse Süddeutschlands, für die anderen der größte Bauernhof des Landes. Auf 130 000 Quadratmeter Fläche zeigen 700 Aussteller Großmaschinen und Stalltechnik. Es gibt Kühe, Ziegen, Pferde, Ponys, Schafe oder Kaninchen zu sehen. Ein Schwerpunkt ist gesunde Ernährung, besonders dem Obst aus dem Lande will man sich widmen. Weitere Themen sind die Gewinnung von Energie aus nachwachsenden Rohstoffen und Urlaub auf dem Bauernhof. Das Hauptfest endet am Sonntag, 3. Oktober. Die Öffnungszeiten sind von 9 bis 18 Uhr. Der Eintritt kostet elf Euro, reduziert sieben Euro, für Kinder von sechs bis 14 Jahren 4,50 Euro. Das Nachmittagsticket (ab 15 Uhr) kostet 4,50 Euro, ermäßigt drei Euro.

Was muss ich auf dem Volksfest ausgeben?

Die Maß Bier kostet in den Zelten 8,20 Euro - 30 Cent mehr als im Vorjahr -, das halbe Hähnchen bis zu 8,90 Euro. Für eine Portion Pommes frites zahlt man auf dem Platz 2,50 Euro, ebenso für eine 0,3-Liter-Cola oder -Fanta. Einmal Boxauto fahren kostet zwei Euro. Im Kinderkarussell zahlt man mindestens 1,50 Euro. Beim Riesenrad Expo-Star kostet eine Fahrt für Erwachsene fünf Euro, für Kinder drei Euro. Für eine Fahrt mit der Achterbahn Teststrecke zahlen Erwachsene 4,50 Euro Euro, Kinder 3,50 Euro. Ansonsten gilt wie im Supermarkt: Preise vergleichen. Oder mittwochs kommen. Am 29. September und am 6. Oktober sind Familientage: Schausteller und Wirte haben versprochen, an diesen Tagen Fahrchips, Bier, Göckele und Pommes günstiger zu verkaufen.

Wie lange kann gefeiert werden?

Am heutigen Freitag beginnt das Volksfest um 15 Uhr und endet um Mitternacht. Samstags beginnt es um 11 Uhr und endet um 24 Uhr. Am Sonntag öffnen die 280 Betriebe um 11 Uhr und schließen um 23 Uhr. Von Montag bis Donnerstag ist von 12 bis 23 Uhr geöffnet, freitags von 12 bis 24 Uhr. Am Sonntag, 10. Oktober, endet das 165. Cannstatter Volksfest.

Was gibt's außer Rummel und Prosit?

König Wilhelm I. hat 1818 das Volksfest gestiftet. Daran erinnert der Volksfestverein am Montag, 27. September, um 18 Uhr mit einer Feierstunde an der Grabkapelle auf dem Württemberg. Am Donnerstag, 30. September, findet um 10 Uhr im Hofbräu-Zelt der Wasen-Gottesdienst statt. Am Sonntag, 3. Oktober, lädt Wirt Michael Wilhelmer um 10 Uhr zum Mundart-Gottesdienst ins Schwabenbräu-Zelt. Beim Traditionskonzert vor der Fruchtsäule am Sonntag, 3. Oktober, treten vor der Fruchtsäule Trachtenkapellen aus dem Land auf.

Wie komme ich auf den Wasen?

Am besten mit Bus und Bahn. Parkplätze gibt es keine. Die Stadtbahnlinie U 11 fährt an den Wochenenden von 10.20 Uhr an ab Hauptbahnhof, werktags von 7.42 Uhr an. Die letzte Bahn nach Hause fährt gegen 0.10 Uhr. Alle S-Bahn-Linien fahren in verkürztem Takt, am Wochenende setzt die Bahn zusätzliche Züge ein.

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