„Wild-Geflügelpest Sperrbezirk“: Auch in Berlin wurde am 20. November ein toter Schwan gefunden, bei dem der Geflügelpest-Virus H5N8 festgestellt wurde. Der Sperrbezirk umfasst einen Radius von drei Kilometern und gilt zunächst für 21 Tage. Foto: dpa

Am Bodensee grassiert die Vogelgrippe weiter. Bislang seien 268 tote Vögel eingesammelt worden, 219 wurden positiv auf das Vogelgrippe-Virus H5N8 getestet worden.

Stuttgart/Radolfzell - Die Vogelgrippe grassiert unverändert am Bodensee, der Erreger hat bislang jedoch noch nicht auf andere Regionen übergegriffen. Bislang seien 268 tote Vögel eingesammelt worden, 219 wurden positiv auf das Vogelgrippe-Virus H5N8 getestet, berichtete ein Sprecherin des Agrarministeriums am Montag in Stuttgart. „Fast jeder Fund ist ein Treffer.“ Haus- und Nutzgeflügel blieb bisher verschont.

Betroffen seien alle Arten von Wasservögeln wie etwa Reiher, Möwen, Wildenten sowie auch Greifvögel. „Solange die warme Witterung anhält und der Vogelzug in vollem Gange ist, ist zu befürchten, dass da weitere Fälle hinzukommen“, sagte die Sprecherin. Abgesehen von zwei toten Krähen sei das Virus bisher aber weiterhin nicht bei Singvögeln nachgewiesen worden.

Bis Ende Januar bleibe die landesweite Stallpflicht für Haus- und Nutzgeflügel bestehen, bekräftigte die Sprecherin. Solange dürfen Bauern, die beispielsweise Eier aus Freilandhaltung vertreiben, auch weiterhin damit werben - obwohl die Tiere derzeit nicht raus dürfen. Mitte Januar werde dann je nach Lage entschieden, ob die Stallpflicht aufrechterhalten bleibt.

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