Zwei Mitarbeiter der Stadt Friedrichshafen hieven Mitte November mit einem Kescher eine tote Ente in einen Müllsack. Foto: dpa

Das Landwirtschaftsministerium lässt die Stallpflicht in Baden-Württemberg kontrollieren – und stellt kaum Verstöße fest. Einige verständnislose Landwirte gibt es aber doch.

Stuttgart - Die Geflügelhalter im Südwesten halten sich nach Angaben des Agrarministeriums grundsätzlich an die wegen der Vogelgrippe verhängte Stallpflicht. Vor allem in den betroffenen Landkreisen am Bodensee sei die Sensibilität hoch, sagte eine Sprecherin der Behörde. In weiter entfernten Gebieten gebe es dagegen auch den einen oder anderen Geflügelbesitzer, der mit Unverständnis auf die Sicherheitsmaßnahme reagiere.

„Die Polizei wird informiert, wenn Tiere draußen sind“, sagte die Sprecherin. Neben den Kontrollen der Behörden seien auch Bürger sehr aufmerksam, was zur Überwachung beitrage. Nennenswerte Verstöße habe es bislang aber nicht gegeben. Es gehe auch vor allem darum, die Halter auf das Risiko hinzuweisen und die Maßnahmen zu erklären. „Der Sinn ist nicht die Bestrafung, sondern die Sensibilisierung“, sagte die Sprecherin.

Im Südwesten sind nach Angaben des Ministeriums bislang 598 tote Wildvögel gefunden worden. 284 davon wurden positiv auf das Vogelgrippe-Virus H5N8 getestet. Fast alle Fälle seien im Bodenseekreis und im Kreis Konstanz aufgetreten. Dazu kämen je ein toter Wildvogel in den Kreisen Sigmaringen und Emmendingen.

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