In der Stuttgarter Wilhelma sollen Netze die Vögel vor dem Kontakt mit infizierten Wildvögeln schützen. (Archivfoto) Foto: Lichtgut/Max Kovalenko

Der Vogelgrippe-Erreger H5N8 bewegt sich vom Bodensee weg. In den Kreisen Emmendingen und Sigmaringen wurden erstmals infizierte Tiere gefunden.

Stuttgart - Die Vogelgrippe breitet sich in Baden-Württemberg aus. Zum ersten Mal wurden infizierte Tiere fernab vom Bodensee in den Kreisen Emmendingen und Sigmaringen gefunden. In Weisweil (Kreis Emmendingen) und Krauchenwies (Kreis Sigmaringen) verendete je eine Reiherente am Virus H5N8, wie das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz am Dienstag mitteilte.

„Das Geschehen bewegt sich vom Bodensee weg. Geflügelhalter müssen sich an die Aufstallungspflicht halten“, sagte Landwirtschaftsminister Peter Hauk (CDU). „Wir müssen alles dafür tun, um ein Übergreifen der Krankheit von Wildvögeln auf Hausgeflügelbestände zu verhindern.“

Nach wie vor seien in Baden-Württemberg keine Fälle von H5N8-infizierten Vögeln in landwirtschaftlichen Betrieben und bei Züchtern zu verzeichnen. Seit Anfang November wurden im Land 278 infizierte Vögel gefunden, davon 276 in der Bodensee-Region.

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