Mit den richtigen Pflanzen wird der eigene Garten zur wichtigen Nahrungsquelle und zum sicheren Brutplatz für Vögel. Welche Gehölze, Stauden und Hecken Vögel anlocken.
Wenn der Rollrasen mit der Schere geschnitten und der Wegrand von Zierpflanzen gesäumt ist, finden Vögel meist wenig in den Gärten zu fressen. Denn ihre Hauptnahrungsquelle, die Insekten, meiden Zierpflanzen in der Regel und das Samen- und Insektenangebot ist dürftig.
Ein vogelfreundlicher Garten überzeugt durch bunte Vielfalt. Er bietet verschiedenen Tieren und Arten einen Lebensraum, was bedeutet, es gibt sowohl Nahrung als auch geeignete Nistplätze.
Wer viele verschiedene Klein-Lebensräume schafft, legt den Grundstein für Artenvielfalt und lockt damit auch Vögel an. Spechte klopfen Insekten aus alten Baumrinden, im Laubhaufen findet sich allerlei Getier, das als Nahrung dient und auf dem Komposthaufen wimmelt es an Futter für Vögel.
Pflanzen, die mehr Nahrung für Vögel bieten
Vögel ernähren sich von den Beeren heimischer Sträucher wie Holunder oder Eberesche (auch als Vogelbeere bekannt) und Schlehe. Über 60 Vogelarten ernähren sich von diesen Beeren, unter anderem Amsel und Dompfaff. Wer die Vögel im Garten auch im Winter mit Futter versorgen möchte, kann Kornelkirsche und Weißdorn pflanzen. Diese Pflanzen entwickeln frühe Beeren und locken dadurch auch Insekten an, die Vögeln ebenfalls als Nahrung dienen.
Folgende Gehölze eignen sich sehr gut, um Vögeln Nahrung zu bieten:
- Birne
- Kornelkirsche
- Schwarzdorn
- Schwarzer Holunder
- Speierling
- Vogelbeere
- Vogelkirsche
- Weißdorn
- Berberitze
- Brombeere
- Pfaffenhütchen
- Haselnuss
Im Sommer ziehen Stauden reichlich Insekten an. Diese sind wiederum eine wichtige Nahrungsgrundlage für Vögel. Den Vögeln ist außerdem geholfen, wenn man samentragende Stauden erst nach dem Winter zurückschneidet. Denn in den Stängeln der Pflanzen überwintern viele Insekten und einige Samen verbleiben auch an den Samenständen.
Stauden, die sich für einen vogelfreundlichen Garten eignen:
- Wald-Engelwurz
- Flockenblume
- Wegwarte
- Distel
- Natternkopf
- Steinklee
- Wilde Karde
- Schwarze Königskerze
Auch Rosenhecken können in einem vogelfreundlichen Garten angepflanzt werden. Die Dornen der Rosen wehren Feinde ab, während Vögel die Hagebutten fressen können.
Pflanzen für sichere Brutplätze
Dichte Hecken eignen sich ideal als Brutplätze für Vögel, da sie sicheren Schutz vor Raubtieren bieten. Besonders Heckenbrüter wie Zaunkönige fühlen sich dann wohl. Besonders beliebt ist die Eibe, da die immergrüne Pflanze sowohl optisch etwas hermacht als auch bei Vögeln sehr gefragt ist. In der dichten Hecke bauen kleine Vögel, wie Rotkehlchen ihre Nester und auch die Beeren sind ein beliebter Snack. Eine ebenfalls beliebte Heckenart ist die Hainbuche. Sie bietet auch mittelgroßen Vögeln Raum für einen Nistplatz und Nahrung. Der Liguster beispielsweise ist ein idealer Brutplatz für Spatzenfamilien. Kletterpflanzen wie Efeu oder Brombeere schaffen Rückzugsorte an Wänden oder Baumstämmen.
Ideale Brutplätze für Vögel:
- Kriechrose
- Efeu
- Gartengeißblatt
- Waldrebe
- Wilder Wein
- Berberitze
- Eibe
Doch nicht nur in Hecken und Sträuchern nisten Heckenbrüter. Kleinste Vögel wie Zaunkönig oder Rotkehlchen können ihren Nistplatz auch in nicht ausgemörtelten Natursteinmauern errichten. Wer den Vögeln in seinem Garten über ein reiches Nahrungsangebot hinaus helfen möchte, platziert eine Vögeltränke. Welche Modelle sich eignen, wie man die Tränke idealerweise platzieren sollte und welche weiteren Faktoren man beachten sollte, erfahren Vogelfreunde in unserem Artikel.