Das Rotkehlchen erkennt man an seiner leuchtenden Brust. Foto: Shutterstock/Nick van den Berg

Amsel, Drossel, Fink und Star – und die ganze Vogelschar. In Stuttgart leben und brüten über 100 verschiedene Vogelarten. Wo man am besten Vögel beobachten kann und welche Arten man in Stuttgart finden kann.

In Stuttgart leben und brüten zahlreiche verschiedene Vogelarten. Manche bleiben ganzjährig, andere ziehen in den kalten Wintermonaten in wärmere Länder. Besondere Vogel-Hotspots für Beobachtungen sind der Pragfriedhof, an den Wagenhallen und an der Gäubahn in Richtung Nordbahnhof, im Rosensteinpark und am Pumpsee nahe der Wilhelma. Am Max-Eyth-See finden Vogelfreunde eine Vogel-Beobachtungswand, an der man Fotos schießen kann. Folgende Arten kann man neben zahlreichen weiteren Vögeln in Stuttgart erblicken. 

Haussperling

Der Haussperling, auch Spatz genannt, ist einer der häufigsten Vögel in Deutschland. Weibliche Tiere tragen ein schlichtes grau-braunes Federkleid, während männliche Exemplare einen kastanienbrauen Scheitel, weiße Wangen und einen schwarzen Latz tragen.

Lebensraum: Spatzen leben gerne in Siedlungen und nisten in Fassadenbegrünungen, verlassenen Nestern oder auch in Nischen unter Dächern.

Futter: Spatzen sind Körnerfresser und ernähren sich von Sämereien und Getreide aber auch von Beeren, Insekten und Knospen.

Grünfink

In leuchtendem Grün und Gelb zeigt sich der Grünfink in den Gärten. Wer ihn an der Futterstelle erspäht, findet ihn vermutlich allein vor, denn der laute Vogel vertreibt gerne auch mal kleinere Vögel. Der Grünfink wird zwischen 14 und 16 Zentimeter groß. Die Männchen sind an Bauch und Brust gelbgrün gefärbt, am Rücken sind die Federn moosgrün. Die seitlichen Schwanzfedern und Handfedern leuchten in hellem Gelb. Die Weibchen sind grau-grün, haben einen bräunlichen Mantel und weniger gelbe Federn als ihre männlichen Artgenossen.

Lebensraum: Grünfinken leben an Waldrändern und in Gärten mit dichten Hecken. Zur Futtersuche wagen sie sich aus ihren Hecken und suchen auf Feldern, Äckern und in Gärten nach Essbarem.

Futter: Auf dem Speiseplan des Grünfinks stehen Früchte, Sämereien, Knospen und Hagebutten.

Buchfink

Der Buchfink ist der häufigste Vogel Europas. Er lebt ganzjährig in Deutschland und ist ein häufiger Gast am Futterhaus. Die Männchen tragen auf dem Rücken prachtvolle rostrote Federn, während Nacken und Scheitel blaugrau gefärbt sind. Die Flügelbinden und Schwanzkanten sind weiß. Die Weibchen sind graubraun gefärbt und weisen einen leichten Grünstich und weiße Flügelbinden auf.

Lebensraum: Der hierzulande weitverbreitete Vogel findet sich in nahezu allen Lebensräumen mit Bäumen.

Futter: Der Buchfink ernährt sich von Samen, Körnern und Beeren. Seinen Namen trägt der Vogel, da er im Winter gerne Bucheckern isst. Im Sommer frisst er auch Insekten und Spinnenlarven.

Kohlmeise

Die Kohlmeise ist die größte Meisenart Europas und besonders häufig zu Gast in deutschen Gärten. Durch ihren schwarz-weißen Kopf, die gelbe Brust und den markanten schwarzen Bauchstreifen, ist die Kohlmeise kaum zu verwechseln. Die gefiederten Tiere erreichen eine Größe zwischen 3,5 und 15 Zentimetern. Weibchen und Männchen sehen sich sehr ähnlich. Der größte Unterschied ist am schwarzen Bauchstreifen zu finden. Bei den Männchen ist dieser breiter, kräftiger und durchgehend. Bei den Weibchen ist der Streifen häufig blasser, schmaler und häufig am Bauch unterbrochen.

Lebensraum: Kohlmeisen leben in Laub- und Mischwäldern, Parks und Gärten.

Futter: Im Sommer ernährt sich die Kohlmeise hauptsächlich von kleinen Insekten, Larven und Spinnen. Im Winter steigt auch sie auf Samen, Knospen, Beeren und Nüsse um.

Blaumeise 

Ein unverwechselbarer Gartenbesucher ist die bunte Blaumeise. Mit ihren blauen Flügel- und Schwanzfedern, dem blauen Scheitel und der leuchtend gelben Brust fällt die kleine Meise gleich ins Auge, wenn sie sich in Stuttgarts Gärten niederlässt. Der kleine kompakte Vogel wiegt gerade einmal so viel wie eine 20-Cent-Münze. Männchen und Weibchen sehen fast gleich aus. In der Regel sind die Farben des Federkleids männlicher Blaumeisen noch etwas leuchtender und das schwarze Halsband ist ausgeprägter.

Lebensraum: Laub- und Mischwälder, Parks oder Gärten.

Futter: Blaumeisen fressen gerne kleinere Insekten, Larven oder Spinnen. Im Winter werden sie zu Körnerfressern und ernähren sich von Nüssen, Sonnenblumenkernen, Meisenknödeln, Äpfeln und Beeren.

Sumpfmeise

Der kleine, graue Vogel mit dem schwarzen Kopf wird auch Nonnenmeise genannt und wird zwischen 11,5 und 13 Zentimetern groß. Optisch ähnelt sie der deutlich selteneren Weidenmeise. Ihr Gefieder ist größtenteils braun, die Unterseite ist hell. Neben der schwarzen Kopfplatte trägt sie auch einen schwarzen Kinnfleck. Ein optischer Unterschied zwischen Männchen und Weibchen ist vor allem von Laien kaum zu erkennen.

Lebensraum: Sumpfmeisen findet man vor allem in feuchten Laubwäldern. Auch Parks mit vielen Laubbäumen und mit viel Unterholz besiedeln die kleinen Vögel gerne.

Futter: Sumpfmeisen ernähren sich hauptsächlich von Spinnen, Insekten und Samen.

Schwanzmeise 

Die putzigen Schwanzmeisen werden bis zu 13 Zentimeter lang, davon bestehen aber bis zu neun Zentimeter aus ihren langen Schwanzfedern. Diese sind schwarz und haben weiße Kanten. Der rundliche kleine Körper der Schwanzmeise ist an der Unterseite hell, die Flanken sind leicht rot-braun gefärbt, während der Kopf weiß ist. Auf dem Kopf befindet sich ein schmaler, schwarzer Scheitelstreif. Der Mantel der Schwanzmeise ist überwiegend schwarz, die Schulterfedern sind rosafarben. Die Geschlechter lassen sich bei Schwanzmeisen optisch kaum unterscheiden.

Lebensraum: Die Schwanzmeise bevorzugt Lebensräume mit viel Unterholz. Sie lebt in Laub- und Mischwäldern, Auenwäldern, Parks und Gärten. Häufig findet man sie in der Nähe von Gewässern.

Futter: Hauptsächlich ernähren sich Schwanzmeisen von Insekten und Larven. Ergänzt wird im Notfall durch Beeren und Samen.

Amsel

Zu den bekanntesten Vögeln gehört auch die Amsel. Der Vogel wird zwischen 23 und 29 Zentimeter groß. Die Männchen tragen ein tiefschwarzes Federkleid, von dem sich ihr gelber Schnabel leuchtend abhebt. Um die Augen der Männchen legt sich ein ebenso gelber Ring. Das Gefieder der Weibchen ist braun und der Schnabel hebt sich farblich nicht ab.

Lebensraum: Amseln leben in Wäldern, Parks und Gärten aber auch in Siedlungen.

Futter: Amseln fressen gerne Weichfutter wie Haferflocken, Rosinen, getrocknete Beeren, Apfel, Birne oder Kleie. Auch tierische Leckereien wie Regenwürmer, Schnecken oder Insekten stehen auf dem Speiseplan.

Star 

Einen Star erkennt man an seinem schwarz-grünlichen Gefieder, dem kurzen Schwanz und langem Schnabel. Zur Brutzeit schillert sein Federkleid in verschiedensten Farbnuancen. Seine weißen Punkte verschwinden im Herbst und Winter und sein dunkles Gefieder schimmert noch bläulich, grünlich oder violett. Während der Brutzeit ist der Schnabel des Stars leuchtend gelb. Männchen haben in dieser Zeit einen bläulichen Schnabelstamm, Weibchen einen rötlichen. Stare verfügen über ein großes Repertoire eigener Gesänge und können auch die Laute anderer Vögel imitieren.

Lebensraum: Stare sind in Deutschland weit verbreitet. Besonders viele Brutpaare finden sich in den Streuobstwiesen Baden-Württembergs. Doch der Vogel ist sehr anpassungsfähig. Er benötigt Bäume oder auch Gebäude mit geeigneten Bruthöhlen und Nahrungsquellen in einer Umgebung von 500 Metern.

Futter: Im Frühling finden Stare Regenwürmer, Spinnen, Schnecken und Insekten im Boden. Im Sommer greifen die bunten Vögel auch zu Beeren, Früchten und Samen.

Elster 

Obwohl Elstern wohl eher keinen besonders guten Ruf haben, werden sie doch häufig als diebische Langfinger verschrien, sind die schwarz-weißen Vögel doch besonders hübsch anzusehen. Die Elster wird zwischen 40 und 51 Zentimeter groß, davon entfallen jedoch ganze 20 bis 30 Zentimeter auf den Schwanz des Vogels. Es handelt sich um sehr intelligente und neugierige Tiere. Sie verstecken ihre Nahrung in Löchern im Boden und merken sich die Verstecke genau. Findet sich ein Paar, bleibt dieses häufig ein Leben lang zusammen.

Lebensraum: Mittlerweile haben Elstern ihren Lebensraum verlagert und sind häufig in Siedlungen anzutreffen. Dort leben sie in Gärten, Parks oder Hinterhöfen.

Futter: Elstern sind nicht sonderlich wählerisch. Sie fressen Regenwürmer, Beeren, Sämereien und Früchte. Aber auch Vogeleier und kleine Wirbeltiere verschmähen sie nicht.

Eichelhäher 

Der Eichelhäher gehört, wie die Elster auch, zu der Familie der Raben. Er trägt ein braunes Federkleid mit prächtigen schwarz-weißen und blauen Federn an den Flügeln. Sein Scheitel strahlt ebenfalls gemustert in Schwarz-Weiß. Die Kehle ist weiß und er trägt einen schwarzen Bartstreif. Weibchen unterscheiden sich optisch lediglich durch ihre etwas geringere Größe. Ausgewachsene Eichelhäher werden zwischen 32 und 35 Zentimeter groß und weisen eine beeindruckende Flügelspannweite von bis zu 58 Zentimetern auf.

Lebensraum: In lichten Wäldern aber auch Gärten, Dörfern und Städten.

Futter: Bevorzugte Nahrungsquellen sind Buchen, Hainbuchen und Eichen. Zu ihren Hauptspeisen gehören Eicheln, Bucheckern und Sämereien. Bis zu zehn Eicheln kann der Vogel in seinem Kropf transportieren. Auch Beeren, Obst und Nüsse werden verspeist. Insekten, Raupen, Kleintiere und seltener auch Eier werden nicht verschmäht.

Rotkehlchen

Zu den beliebtesten Singvögeln in Deutschland zählt das Rotkehlchen. Aufgrund seiner auffälligen orangenen Brust ist der kleine Vogel leicht zu identifizieren. Das restliche Gefieder ist braun. Die kleinen Singvögel werden zwischen 12,5 und 14 Zentimeter groß. Die verschiedenen Geschlechter lassen sich optisch nicht erkennen.

Lebensraum: Das Rotkehlchen findet man an vielfältigen Orten. Bevorzugt lebt es jedoch an schattigen, feuchten Orten mit reichlich Unterholz. In Laub-, Misch- oder Nadelwäldern fühlt es sich wohl. Aber auch in Parks, Gärten und auf Friedhöfen trifft man den kleinen bunten Vogel an.

Futter: Auf dem Speiseplan des Rotkehlchens stehen Würmer, Schnecken und Spinnen. Rotkehlchen sind Weichfruchtfresser, weshalb ihnen im Winter mit groben Körnern nicht geholfen ist. Sie schlemmen weichere Körner, wie Haferflocken, Mohn, Kleie oder auch Rosinen und Obst.

Kleiber 

Wer in seinem Garten einen kleinen Vogel sichtet, dessen Gefieder oben blau und unten rotbraun ist, hat vermutlich einen Kleiber entdeckt. Besonders charakteristisch ist der schwarze Augenstreifen, der vom Schnabel aus durch das weiße Gesicht des Vogels führt. Zwischen zwölf und 14,5 Zentimeter wird der Kleiber groß. Optisch lassen sich die beiden Geschlechter kaum voneinander unterscheiden.

Lebensraum: Der Kleiber ist gerne in Laub- oder Mischwäldern zuhause, ist aber auch in Parks, großen Gärten, in Alleen und auf Friedhöfen zu sehen.

Futter: Im Frühjahr und Sommer ernähren sich Kleiber hauptsächlich von Insekten. Diese sammeln sie von Blättern oder Ästen. Im Herbst und Winter steigen die Vögel gezwungenermaßen auf Sämereien und Nüsse um.

Zaunkönig

Zu den kleinsten, aber auch lautesten Vögeln gehört der Zaunkönig. Bereits im Februar beginnt das frohe Zwitschern. Insgesamt gibt es über 40 verschiedene Unterarten des Zaunkönigs. Im Winter sind in Deutschland nicht nur die heimischen Zaunkönige anzutreffen, sondern auch Vögel aus Skandinavien räumen ihr Revier und überwintern bei uns. Ein ausgewachsener Zaunkönig ist zwischen acht und zwölf Zentimetern groß. Optisch lassen sich die Geschlechter kaum unterscheiden.

Lebensraum: Der Zaunkönig lebt im dichten Unterholz, in Hecken und Gestrüpp. Er lässt sich in Parks und Gärten, sowie in Mooren und an Flussufern mit Wurzelwerk nieder. Der kleine Vogel ist jedoch anpassungsfähig und lebt deshalb auch in Siedlungen, solange genügend Verstecke vorhanden sind.

Futter: Auf dem Speiseplan stehen verschiedenste Insekten, wie Asseln, Ameisen oder Wanzen. Alternativ frisst er Beeren und kleine Samen.

Hausrotschwanz 

Hausrotschwänze sind schlanke Vögel mit grauschwarzem Gefieder und einem langen rostroten Schwanz. Die Weibchen tragen ein graubraunes Federkleid. Er ähnelt dem Gartenrotschwanz und wird deshalb häufig verwechselt. Ausgewachsene Tiere werden etwa 13 bis 15 Zentimeter groß. Die Vögel sind eher scheu und flitzen durch ihr Revier. Im Herbst ziehen die Tiere in den Norden Afrikas und in den Nahen Osten und sind deshalb im Winter weniger bei uns anzutreffen. Einzelne Tiere bleiben jedoch in Deutschland.

Lebensraum: Ihre Nester bauen die Vögel in Höhlen oder Felsspalten – in der Stadt eher in kleinen Öffnungen an Gebäuden.

Futter: Hausrotschwänze fressen gerne Insekten und deren Larven, Spinnen aber auch Beeren.

Mönchgrasmücke 

Ihren Namen trägt die Mönchgrasmücke aufgrund ihrer „Kopfbedeckung“: Das Männchen trägt eine schwarze und das Weibchen eine rotbraune „Kappe“. Die kleinen Vögel mit grauem Gefieder finden sich von März bis Oktober in Deutschland, bevor sie zum Überwintern nach Südeuropa oder Nordafrika fliegen. Sie werden zwischen 13,5 und 15 Zentimeter groß.

Lebensraum: Die Mönchgrasmücke lebt gerne in Sträuchern, beispielsweise in schattigen Wäldern oder an Feldrändern. Auch in Parks, auf Friedhöfen oder in Gärten fühlt sie sich wohl.

Futter: Vor allem Insekten und Spinnen werden schnabuliert. Im Sommer und Herbst frisst der kleine Vogel auch weiche Beeren.

Zilpzalp 

Von Frühjahr bis Herbst findet sich der Zilpzalp auf deutschen Bäumen und Sträuchern. Seinen Namen verdankt der kleine Vogel, der zwischen zehn und zwölf Zentimeter groß wird, seinem monotonen Gesang. Sein Gefieder ist hauptsächlich olivbraun gefärbt. Die Unterseite ist weißlich mit einem Beige- oder Gelbanteil. Er hat einen dunklen Augenstreif und einen kurzen, sehr hellen Überaugenstreif. Optisch ähnelt er dem Fitis-Laubsänger.

Lebensraum: Der Zilpzalp, auch Weidenlaubsänger genannt, fühlt sich in lichten Wäldern mit großen Altholzbestand wohl. Besonders freut er sich über eine dichte Strauchdecke. Auch in wilderen Parks und Gärten kann man diesen Vogel finden.

Futter: Zilpzalps fressen Insekten, deren Larven und Puppen. Sie fressen außerdem Spinnen und Asseln sowie Beeren und Sämereien.

Mäusebussard 

Der Mäusebussard gehört zu den häufigsten Greifvögeln in Deutschland. Sein Aussehen variiert von Tier zu Tier. Mal ist das Federkleid dunkelbraun, mal fast weiß. Der Schwanz ist aber immer weiß-grau und verfügt über graue Querbänderungen. Der Mäusebussard wird zwischen 46 und 58 Zentimetern groß.

Lebensraum: Den Mäusebussard kann man in nahezu allen Lebensräumen finden. Lediglich sehr städtische Gebiete und besonders dichte Wälder meidet der Vogel. Er brütet gerne im Gehölz an Feldrändern oder auch an Waldrändern.

Futter: Der Mäusebussard frisst gerne Kleinsäuger, wie Feld- und Wühlmäuse. Er jagt aber auch junge Kaninchen, Vögel und Eidechsen, Frösche, Regenwürmer und Insekten.

Mauersegler 

Den Großteil seines Lebens verbringt der Mauersegler in der Luft. Seine Nester baut er an Mauerspalten oder direkt am Dach. Der dunkelbraune bis rußschwarze Vogel ist vor allem in den Sommermonaten zu beobachten. Nur seine Kehle ist weiß.

Lebensraum: Außerhalb der Brutzeit, die er in seinen Nestern in Mauerspalten oder unter Dächern verbringt, spielt sich sein Leben überwiegend in der Luft ab. In den kalten Monaten zieht der Mauersegler nach Afrika, südlich der Sahara.

Futter: Der Mauersegler erbeutet Insekten direkt aus der Luft.

Buntspecht 

Wer einen Buntspecht entdeckt, hat vermutlich sein auffälliges schwarz-weißes Gefieder gesehen. Das Unterkleid des Spechts verfärbt sich unter den langen Schwanzfedern leuchtend rot. Männchen verfügen über einen kleinen roten Fleck im Genick. Den Buntspecht erkennt man außerdem an seinem deutlichen schwarzen Bart- und Ohrenstreif. So kann man ihn auch vom optisch ähnlichen Mittelspecht unterscheiden.

Lebensraum: Der Buntspecht ist in Deutschland besonders häufig. Er lebt vor allem in Laub- und Nadelwäldern in Parks und Gärten.

Futter: Der Buntspecht ernährt sich von Käfern und Larven.

Grünspecht 

In der Region Stuttgart ist auch der Grünspecht recht häufig anzutreffen. Besonders in den Garten- und Weinbaulandschaften, auf Streuobstwiesen und in Wäldern ist er verbreitet. Besonders beliebt ist bei den Spechten der Schloss- und Rosensteinpark. Der Grünspecht besticht durch sein leuchtend grünes Gefieder. Der Bauch und Hals sind hell, während er einen roten Scheitel trägt, der sich bis in den Nacken zieht und die Augen von schwarzem Gefieder umgeben sind. Männliche Grünspechte haben einen roten Bartstreif, die Weibchen einen schwarzen. Der Vogel wird zwischen 30 und 36 Zentimeter groß. Optisch gilt Verwechslungsgefahr mit dem Grauspecht.

Lebensraum: In Gärten, auf Streuobstwiesen und Wäldern.

Futter: Der Grünspecht ernährt sich hauptsächlich von Ameisen. Auch andere Insekten, Würmer oder Spinnen schmecken ihm gut. Beeren und Obst frisst er gelegentlich.

Schwarzspecht

Die Federn des Schwarzspechts sind, wie der Name bereits sagt, schwarz. Lediglich auf dem Kopf finden sich rote Federn. Unter den einheimischen Spechten ist er der größte. Sein Schnabel ist weißgelblich und besonders ausgeprägt. Sein Trommeln besteht aus bis zu 17 Schlägen pro Sekunde.

Lebensraum: In Deutschland lebt der Schwarzspecht vor allem in großen Wäldern. Hier bevorzugt er alte und abgestorbene Baumstümpfe, da er dort meist Futter findet.

Futter: Der Specht ernährt sich nahezu ausschließlich von Ameisen und ihren Larven, die er im Totholz findet oder direkt aus Ameisenhaufen holt. Außerdem frisst er Käfer, die im Gehölz leben. Auch Spinnen oder Schmetterlinge stehen gelegentlich auf dem Speiseplan.

Mittelspecht

Ähnlich wie der Buntspecht besticht auch der Mittelspecht durch seinen Schwarz-Weiß-Look. Die Gesichtszeichnung ist bei diesem Specht nur schwach ausgeprägt, der rote Genickfleck, den der Buntspecht trägt, zieht sich hier aber über den gesamten Scheitel. Die Federn unter den schwarzen Schwanzfedern sind beim Mittelspecht nur leicht rötlich gefärbt. Männchen und Weibchen lassen sich nur schwer unterscheiden, da sie nur einen geringen Farbunterschied aufweisen. Der Mittelspecht trommelt nicht, das unterscheidet ihn von den meisten anderen Spechtarten. In der Wahl seines Lebensraumes ist er anspruchsvoll und ist deshalb nicht weit verbreitet.

Lebensraum: Er lebt vorzugsweise in warmen und sonnigen Laubwäldern, die viele Eichen und Buchen beherbergen. Außerdem lebt er auch auf Streuobstwiesen und in Parks, wo sich viel Totholz findet.

Futter: Der Mittelspecht ernährt sich vor allem von kleinen Insekten, die in Stamm und Rinde der Bäume leben. Auch ihre Larven, Puppen und Raupen verspeist er. Im Herbst und Winter steigt auch er auf pflanzliche Kost wie Nüsse, Beeren, Samen und Früchte um.

Grauspecht

Grauspechte sind etwas kleiner und der Hals der Vögel etwas kürzer als beim Grünspecht. Der Kopf des Vogels ist grau, um die Augen ist er schwarz. Der kleine Bartstreif ist ebenfalls schwarz. Männchen verfügen über einen kleinen roten Stirnfleck. Grauspechte werden zwischen 27 und 34 Zentimeter groß.

Lebensraum: In Stuttgart findet man den Grauspecht vor allem im Rotwildpark und im Greutterwald. Auch in älteren Wäldern und in den Anlagen um das Schloss Solitude kann man einen Blick auf den Trommler erhaschen.

Futter: Auch der Grauspecht ernährt sich von Ameisen und deren Puppen. Auch Käfer, Larven, Beeren und Früchte stehen auf dem Speiseplan.