Vinicius Junior wurde rassistisch angefeindet. Foto: AFP/JOSE JORDAN

Im Zuge der rassistischen Anfeindungen gegen Vinicius Junior von Real Madrid nimmt die spanische Polizei insgesamt sieben Personen fest. Die Hintergründe.

 
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Im Zuge der rassistischen Anfeindungen gegen Brasiliens Fußball-Star Vinicius Junior hat die spanische Polizei am Dienstag insgesamt sieben Personen festgenommen. Nach Behördenangaben wurde drei Jugendliche in Valencia in Gewahrsam genommen, sie werden verdächtigt, den Angreifer von Real Madrid am Sonntag rassistisch beleidigt zu haben. 

Vinicius, der seit seinem Wechsel nach Madrid im Jahr 2018 immer wieder Ziel rassistischer Angriffe wurde, war beim 1:0 beim FC Valencia mit Beleidigungen und Affenlauten bedacht worden. Der Fall hatte international Empörung ausgelöst, der 22-Jährige erhielt Solidarität aus Sport, Politik und Gesellschaft. 

Real gewinnt das Stadtderby mit 3:1

Im Rahmen der Ermittlungen rund um eine aufgehängte Puppe im Trikot des Real-Stars im Januar sind zudem vier Personen in Madrid in Gewahrsam genommen worden. Wie die Behörden am Dienstag mitteilten, müssen sich die Personen wegen eines „Hassdeliktes“ verantworten. 

Drei der Festgenommenen seien „aktive Mitglieder einer Ultra-Gruppe von Fans eines Madrider Vereins“, erläuterte die Polizei. Die aufgehängte Attrappe war am 26. Januar an einer Brücke nahe des Trainingsgeländes des Rekordmeisters gefunden worden. Daneben prangte ein Transparent mit dem von Atletico-Ultras verwendeten Slogan „Madrid hasst Real“. Später an diesem Tag gewannen die Königlichen das Stadtderby im Pokal-Viertelfinale gegen Atletico mit 3:1.