Vincent Lambert ist tot. Er lag seit einem Motorradunfall 2008 in einer Art Wachkoma. Foto: AFP

Am Donnerstagmorgen ist der Koma-Patient Vincent Lambert gestorben. Laut französischen Medien starb er in der Universitätsklinik von Reims. In dem Fall hatte es einen jahrelangen Rechtsstreit gegeben.

Reims - Der Koma-Patient Vincent Lambert ist tot. Wie französische Medien berichten, starb der 42-Jährige am Donnerstagmorgen in der Universitätsklinik von Reims. Zuvor hatte das behandelnde Ärzteteam vor einer Woche zum zweiten Mal angekündigt, die künstliche Ernährung einzustellen.

Ende Juni hatte Frankreichs oberstes Gericht nach jahrelangem Rechtsstreit den Weg für einen weiteren Stopp der Behandlung freigemacht. Zuvor waren im Mai die lebenserhaltenden Maßnahmen nach einem vorübergehenden Abbruch wieder aufgenommen worden.

Eltern gegen Einstellung der künstlichen Ernährung

Lambert lag seit einem Motorradunfall 2008 in einer Art Wachkoma. Die Ärzte hatten entschieden, die künstliche Ernährung des früheren Krankenpflegers Mitte Mai zu beenden. Während seine Ehefrau den Schritt befürwortete, wollten die katholischen Eltern dies verhindern.

Am Mittwoch hatte der Pariser Erzbischof Michel Aupetit zum Gebet für Lambert aufgerufen. „Jetzt ist die Zeit für Erinnerung, Mitgefühl und Gebet für Vincent Lambert“, twitterte Aupetit am Mittwoch. Daher sollten in diesen Tagen Gottesdienste für den 42-Jährigen gefeiert werden. Auch Papst Franziskus forderte über Twitter zum Gebet auf „für die Kranken, die im Stich gelassen und dem Tod ausgeliefert werden“. Eine Gesellschaft sei menschlich, „wenn sie jedes Leben schützt, ohne bestimmen zu wollen, wer würdig ist zu leben und wer nicht“, schrieb der Papst, ohne konkret auf den Fall des Franzosen einzugehen, und weiter: „Ärzte sollen dem Leben dienen und es nicht nehmen.“

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