Wenn Gäste in einer Kneipe anstoßen wollen, dann müssen sie sich vorher in eine Gästeliste eintragen (Symbolfoto). Foto: dpa/Angelika Warmuth

Nach wiederholten Beschwerden aus der Bevölkerung schickt Villingen-Schwenningen nun städtische Mitarbeiter in Restaurants und Kneipen, um zu prüfen, ob sich Betreiber an die Corona-Regeln halten.

Villingen-Schwenningen - Im Kampf gegen die Corona-Pandemie setzt Villingen-Schwenningen städtische Mitarbeiter ein, um schwarzen Schafen unter den Gastronomen auf die Schliche zu kommen. Nach wiederholten Beschwerden aus der Bevölkerung wegen Nichteinhaltung der Corona-Regeln, habe die Verwaltung zu diesem Mittel gegriffen, erläuterte Stadtsprecherin Madlen Falke am Dienstag. Der SWR hatte zuvor darüber berichtet.

Laut Falke haben sich 23 Beschäftigte aus mehreren Ämtern bereit erklärt, die Kontrolle der Ausgabe von Fragebögen zur Nachverfolgung von möglichen Corona-Infektionen vorzunehmen. Sie besuchen seit Ende September die Gaststätten wie normale Gäste. Mit den uniformierten, teils stadtbekannten Ordnungskräften als Kontrolleuren habe man die Beschwerden nicht abstellen können.

100 Regelverletzungen bei bisherigen Kontrollen

Diese treten nur dann in Erscheinung, wenn der städtische Mitarbeiter keine Gästeliste vorgefunden hat. Sie fragen dann am nächsten Tag vor Ort nach der Gästeliste und können so herausfinden, ob die Gästeliste überhaupt existiert oder nicht konsequent geführt wird. Falke: „Wenn er alles richtig macht, bekommt der Gastronom das gar nicht zu spüren.“

Bei ersten Verstoß fallen 750 Euro Bußgeld, beim zweiten 1250 Euro an. Die bisherigen Kontrollen von insgesamt 330 Betrieben ergaben 100 Regelverletzungen.

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