Beim ersten Wahlgang hat Roth die absolute Mehrheit verfehlt. Im zweiten Anlauf erhält er dann 53,7 Prozent (Symbolbild). Foto: dpa

Bei der OB-Wahl in Villingen-Schwenningen hatte im ersten Durchgang kein Kandidat die absolute Mehrheit. Im zweiten Anlauf machte nun Jürgen Roth von der CDU das Rennen. Der hat konkrete Pläne für die Stadt.

Villingen-Schwenningen - Nach 16 Jahren hat sich die CDU den Rathaussessel in Villingen-Schwenningen zurückerobert. Jürgen Roth gewann am Sonntag erwartungsgemäß im zweiten Anlauf die Wahl des Oberbürgermeisters in der 85 000 Einwohner zählenden Kreisstadt im Schwarzwald-Baar-Kreis. Für den 55 Jahre alten Verwaltungs- und Betriebswirt stimmten 14 179 Wahlberechtigte (53,7 Prozent). Roths härtester Konkurrent, der von der SPD und den Grünen unterstützte promovierte Politikwissenschaftler Jörg Röber, erhielt 39,3 Prozent (10 375 Stimmen).

Im ersten Wahlgang absolute Mehrheit knapp verfehlt

Vor zwei Wochen war der seit 15 Jahren als Bürgermeister in Tuningen (Schwarzwald-Baar-Kreis) amtierende Verwaltungsfachmann Roth bereits mit 48,1 Prozent (13 188 Stimmen) bester Kandidat. Er hatte damals jedoch die notwendige absolute Mehrheit verfehlt. Sein Gegenkandidat Röber ist Referent des bisherigen Rathauschefs Rupert Kubon (SPD), der sich nach 16 Jahren nicht mehr beworben hatte. Der 61-Jährige will sich zum Diakon ausbilden lassen.

Die übrigen drei Bewerber waren chancenlos: Marina Kloiber-Jung (36), Betriebsleiterin bei den Technischen Werken der Stadtverwaltung, kam dieses Mal nur auf 6,3 Prozent (1673 Stimmen). Vor zwei Wochen hatte sie noch 12,2 Prozent (3349) geholt. Für den Gastronomen Cem Yazici stimmten 0,5 Prozent, für die Kandidatin Fridi Miller 0,2 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag nach Angaben der Stadtverwaltung bei 40,9 Prozent, 1,4 Prozent weniger als im ersten Wahlgang. Insgesamt waren 64 761 Villinger und Schwenninger in der Doppelstadt zur Wahl aufgerufen.

Roth: Zusammenleben aller gesellschaftlichen Gruppen stärken

„Ich bin bodenständig und ein pragmatisch denkender Mensch“, hatte Jürgen Roth in seinem Wahlprogramm konstatiert. Damit überzeugte der in Villingen-Schwenningen geborene ledige Kommunalpolitiker offensichtlich seine Wähler. Der Hobbykoch ist unter anderem Mitglied im Kreistag und dort erster Stellvertreter des Landrats und stellvertretender Vorsitzender des CDU-Kreisverbandes Schwarzwald-Baar.

Roth sagte im Vorfeld der Wahl über sich selbst, er sei „Generalist wie Spezialist“ und habe in Tuningen zahlreiche innovative Projekte umgesetzt. Kernaufgabe als neuer Oberbürgermeister sei es, das Zusammenleben aller gesellschaftlichen Gruppen zu stärken.

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