Am Zugang Wagrainäcker fehlt noch immer die zweite Schranke und fahren Besucher unerlaubt rein. Foto: Iris Frey

Die Lage hat sich auch in der neuen Saison nicht verbessert: Falschparker und Besucher, die trotz Grillverbots zum Grillen kommen. Und der Sicherheitsdienst wird angepöbelt.

Die Lage am Naherholungs- und Naturschutzgebiet Max-Eyth-See hat sich im Vergleich zum vergangenen Jahr nicht verbessert. Die zweite Schranke an der Haltestelle Wagrainäcker fehlt noch. Es gebe, sagt Bezirksvorsteher Ralf Bohlmann, immer noch keine Planung mit Regeln für die Radfahrer. Er schlug Schwerpunktkontrollen vor. Die Toilette beim Klassenzimmer am See sei noch nicht in Planung. Ein zweites WC werde jetzt auch sonntags geöffnet.

 

Die Stadt wolle nun zwar auf dem Parkplatz den Bereich mit der Erdlagerung freimachen, das aber helfe nicht. Trotz des Grillverbots kämen viele Besucher mit Grillsachen, sagt Bohlmann, der Vollzugsdienst schicke sie wieder weg. Der Sicherheitsdienst und der Vollzugsdienst stießen bei Besuchergruppen am See auf aggressives Verhalten. Vollzugskräfte würden angepöbelt, so Bohlmann. Immer wieder werde die Polizei dazu gerufen.

Pläne zu Besserung kommen von Lokalpolitikern: Zum Beispiel der Vorschlag, den Sicherheitsdienst am Zugang Wagrainäcker zu postieren, um die Besucher, die dort verbotenerweise mit Auto und Grill anreisen, wegzuschicken. Auch solle über das Grillverbot am See über das Neckarleitsystem informiert werden. Kritik gibt es aus der Nachbarschaft auch, dass die See-Besucher bis kurz vor der Aubrücke parkten. Der Leiter des zuständigen Polizeireviers Zuffenhausen, Mustafa Benici, erklärte: „Wenn eine chaotische Verkehrssituation herrsche, soll man die Polizei rufen.“ Er sagte, die Infrastruktur am See könne die Masse der Fahrzeuge nicht auffangen.

Kritik kam auch zu Nilgänsen am See. Bei den Waschbären habe die Stadt schnell reagiert, aber seit Jahren passiere wegen der vielen Nilgänse nichts, kritisieren Anwohner. Die invasive Art würde auch in der Feldflur für massive Schäden sorgen. Bohlmann bestätigt: es seien teils bis zu 150 Nilgänse am See , er wolle deshalb eine Arbeitsgruppe mit der Verwaltung gründen.