Raphael Holzhauser sucht die Lücke und Gotoku Sakai (li.) und Shinji Okazaki versuchen, den Pass zu blocken. Klicken Sie sich durch die Bilder vom VfB-Training. Foto: Belser

Auf engem Raum den Ball behaupten und schnell weiter spielen: Das trainierten die VfB-Profis.

Stuttgart - Am Anfang gab es ein Ständchen, ein Geburtstagsständchen für Thomas Geyer. Der Verteidiger ist am Dienstag 21 Jahre alt geworden und durfte an seinem Geburtstag bei der ersten Mannschaft mittrainieren. Und dann stimmten die Profis auch noch "Happy Birthday" für ihn an.

Die Stimmung ist gut bei den Roten nach dem 4:0-Kantersieg in Hamburg.  Dies machte sich nicht nur beim ausgelassenen Singen bemerkbar. Wie die kleinen Jungen jauchzten und flachsten die Roten bei dem üblichen Aufwärmspielchen im Kreis.

Thomas Geyer war nicht der einzige Gast aus der zweiten Mannschaft. Neben Raphael Holzhauser und Antonio Rüdiger, die zumindest im Training regelmäßig bei der ersten Mannschaft zum Einsatz kommen, durften auch Kevin Stöger und Steffen Lang bei den Profis ran. Dafür blieben bei der Nachmittagseinheit Serdar Tasci und William Kvist, die vormittags noch mit der Mannschaft trainiert hatten, für Individualübungen in den Katakomben. Auch für die leicht angeschlagenen Ibrahima Traore und Mamadou Bah sind zwei Einheiten am Tag momentan noch etwas zu viel. Sie drehten mit Physiotherapeut Gerhard Wörn auf einem Nebenplatz ihre Runden.

Die Lücke finden

Chefcoach Bruno Labbadia legte den Schwerpunkt der Trainingseinheit auf das Spiel auf engem Raum und damit auch auf das schnelle und präzise Passspiel. Denn nur wer schnell und präzise spielt, kann den Ball auf engem Raum in den eigenen Reihen halten. In der ersten Übung galt es den Ball auf einem vielleicht sechs mal vier Meter großen Rechteck zu behaupten. Eins von drei Teams - zwei davon bestanden aus drei Spielern, eins aus vier Profis -  versuchte, den Ball zu erobern. Wenn ein Spieler, den Ball verlor, musste seine Mannschaft ihn zurückholen. Logischerweise in Unterzahl gegen die beiden anderen Teams. "Das dauert zu lange" oder "kommt, noch klarer", rief Labbadia dabei immer wieder über den Platz.

Dann wurde der Raum auf eine Hälfte des Spielfeldes erweitert. Jetzt spielten neun gegen neun, wobei die ballführende Mannschaft von Tamas Hajnal und Zdravko Kuzmanovic unterstützt wurde. Es gab keine Tore. Ziel war es, den Ball über mindestens zehn Pässe in den eigenen Reihen zu halten. Danach kamen Hütchen ins Spiel, die über die Hälfte verteilt waren und durch die hindurch Tore erzielt werden konnten.

Bevor die Roten beim Abschlusskick endlich die ganze Weite des Feldes nutzen durften, wurde das Spielfeld durch zwei Linien etwa 30 Meter vor den Toren begrenzt. Wer die Linie mit Ball überschritten hatte, konnte ungestört zum Eins-gegen-Eins auf die Torhüter zulaufen. Also tummelte sich das Spiel im Mittelfeld. Es galt die Lücke zu finden, was gar nicht so einfach war. Schließlich hatten die VfB-Spieler kaum Raum und wenig Zeit.

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