Klicken Sie sich durch die Bilder vom VfB-Training. Foto: Belser

Bruno Labbadia feilt am Passspiel seiner Profis und fordert sie auf, sauber zu bleiben.

Am Dienstagnachmittag versammelte VfB-Coach Bruno Labbadia 21 Feldspieler um sich. So viele schwitzen auf dem Trainingsplatz schon lange nicht mehr. Zumindest nicht gleichzeitig. Mit Patrick Bauer, Kevin Stöger, Raphael Holzhauser, Christoph Hemlein und Steffen Lang durften gleich fünf Spieler vom VfB II bei der ersten Mannschaft mitschwitzen. Wollte Labbadia mit dieser Maßnahme etwa den Konkurrenzkampf im Team anheizen?

Gut möglich. Doch gekämpft wurden nicht. Auch nicht um den Ball. Im gesamten Training kam es zu keinem einzigen Zweikampf. Stattdessen feilte Labbadia am Passspiel seiner Mannschaft. Ein durchaus nachvollziehbares Übungsprogramm nach dem Fehlpassfestival, das der VfB jüngst gegen den Hamburger SV veranstaltete.

Zunächst ließen die Roten den Ball kreisen. Dabei galt es ihn exakt zwischen zwei Plastikkameraden hindurch zum Mitspieler zu passen. Mal im Doppelpass, mal vertikal.  Und Bruno Labbadia machte lautstark deutlich, worauf es ihm bei dieser Übung ankam: "Spielt direkt und bleibt dabei immer sauber." 

Ball läuft ahnsehnlich durch die Reihen der Roten

Für die nächste Übung wurden die Plastikkameraden über den ganzen Platz verteilt. An ihnen warteten die VfB-Profis auf ihren Einsatz. Der Ball lief aus der Verteidigung, übers Mittelfeld in die Spitze. Jeder Spieler war angehalten, sich ständig anzubieten und den Ball zu fordern. Anspiel, prallen lassen, Spielverlagerung auf die Flügel, Flanke, Kopfball oder gleich der vertikale Pass in die Spitze und Torschuss. Und nochmal von vorn.

Der Ball lief ansehnlich durch die Reihen der Roten. Es gab allerdings auch keine Gegenspieler, die ihn davon abhielten. Auf einem Nebenplatz trainierte Spielmacher Tamas Hajnal mit Physiotherapeut Gehard Wörn an seinem Comeback.   

Zum Abschluss spielten die VfB-Profis noch ein Fußballtennis-Tunier aus. Auch das fördert das Zusammenspiel und natürlich den Spaß. Wobei: Profis wollen immer gewinnen, vor allem wenn es um Punkte geht. Einer wollte es ganz besonders wissen. Vom Ehrgeiz getrieben, eilte er von der Grundlinie immer wieder zum Kopfball ans Netz. Es war Trainer Bruno Labbadia.    
 
 

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