Zurück zum VfB: Kevin Stöger (li., gegen Christian Gartner/Düsseldorf) Foto: dpa

Der ausgeliehene Mittelfeldspieler kommt im Sommer vom Zweitligisten 1. FC Kaiserslautern zum VfB zurück. Marvin Wanitzek und Mart Ristl rücken vom VfB II auf.

Stuttgart - Was so ein 3:2-Sieg doch alles bewirken kann! Der VfB Stuttgart ist die Rote Laterne los, ist in der Tabelle auf den 17. Platz vorgerückt, hat wieder Anschluss an die rettenden Plätze, und dem Selbstbewusstsein aller Beteiligten dürfte es auch nicht geschadet haben. Von der Strahlkraft, die der Erfolg gegen Werder Bremen auf die Rivalen im Tabellenkeller hat, mal ganz abgesehen. Es gibt also genügend Gründe, mal so richtig abzuheben. Und was macht Robin Dutt?

Er macht weiter wie bisher. Wobei das nicht die schlechteste Taktik sein muss.

In Krisenzeiten reicht es ja, wenn andere die Bodenhaftung verlieren, sagt sich der Sportvorstand. Dutt jedenfalls lässt sich nicht kirre machen. „Seit ich hier angefangen habe, waren wir um Gelassenheit bemüht. Das hat sich ausgezahlt. Deshalb gibt es auch jetzt keinen Grund, von dieser Strategie abzuweichen“, sagt er.

Dutt bleibt sich treu. Er moderiert unaufgeregt die Gegenwart. Und er plant die Zukunft, soweit es die angespannte Lage zulässt: Kevin Stöger (21) kommt im Sommer zurück. Er erhält eine zweite Chance beim VfB. Marvin Wanitzek (21) und Mart Ristl (18) rücken vom VfB II in den Profikader auf.

Am Montagabend war Dutt in Düsseldorf. Bei der Zweitligapartie der Fortuna gegen den 1. FC Kaiserslautern (1:1) spielte Stöger 45 Minuten lang. Es war einer seiner letzten Einsätze für die Pfälzer, die den Leihspieler aus Österreich gern fest verpflichtet hätten – was Dutt ablehnt: „Kevin bekommt eine Nachricht von uns, wann nach der Sommerpause das Training beginnt. Er hat sich sehr positiv entwickelt. Jetzt wollen wir von unserem Eigengewächs profitieren.“

Dafür ist es bei den U-17-Trainern Domenico Tedesco und Andreas Hinkel zu spät. Wegen fehlender Perspektive verlassen beide den VfB, was Dutt bedauert: „Ich hätte mir gewünscht, wir hätten sie halten können.“ Mehr will er dazu nicht sagen: „Jetzt ist der Klassenverbleib das ­Wichtigste.“

Nach dem Hamburger SV will der VfB mit einem Sieg beim FC Augsburg an diesem Samstag (18.30 Uhr/Sky) den Relegationsplatz erobern. „Zum rettenden Platz fehlen drei Punkte und ein gutes Torverhältnis. Das gehen wir in den nächsten beiden Spielen an“, sagt Dutt, „das nächste Ziel ist es, an Paderborn vorbeizukommen.“ Das werde schwer genug: „Die Liga ist gefährlich. Wer eine schlechte Tagesform hat, verliert.“

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