Shinji Okazaki trainiert im neuen Kraftraum des VfB Stuttgart. Klicken Sie sich durch weitere Bilder aus dem VfB-Container. Foto: Pressefoto Baumann

Zwischen Trainingsplatz und Clubgebäude hat der VfB einen modernen Fitnessraum aufgestellt.

Stuttgart - Die Bundesliga-Profis des VfB Stuttgart müssen zum Trainieren nicht mehr in den Keller. Sie müssen sich nicht mehr einen Raum mit der zweiten Mannschaft und dem Nachwuchs teilen. Stattdessen können sie ab sofort in einem großen Container schwitzen, errichtet hinter dem Clubgebäude mit einem wunderbaren Blick auf den Trainingsplatz. Der von außen unscheinbare weiße Kasten beherbergt auf 130 Quadratmetern modernste Fitnessgeräte im Wert von mehr als 120.000 Euro. „Der alte Kraftraum war nicht mehr zeitgemäß“, sagt VfB-Trainer Bruno Labbadia. Zumal sich zu Stoßzeiten bis zu 50 Fußballer in dem kleinen Kellerraum regelrecht auf die Füße getreten waren.

Christos Papadopoulos gerät ins Schwärmen, wenn er die 17 neuen Kraftmaschinen betrachtet, die man in normalen Fitness-Studios vergeblich suchen würde. „Das ist nichts für den Breitensportbereich“, erklärt der Fitness-Trainer der Roten. Die weiß-roten Geräte sind für funktionelles Krafttraining gemacht, sie ermöglichen sportarttypische Bewegungsabläufe gegen Widerstände. Es sind Geräte, die sonst hauptsächlich im Heimatland des Herstellers, in den USA, genutzt werden. Von Footballmannschaften zum Beispiel, aber auch vom Militär oder vom FBI. „Unsere Trainingsphilosophie können wir mit den Geräten perfekt umsetzen“, sagt Papadopoulos.

Freiwillig in den Kraftraum

Fitte Spieler sollen noch fitter gemacht werden, verletzte Spieler sollen noch schneller und effizienter wieder genesen. Der Blick auf den Platz, ist Labbadia überzeugt, fördert dies zusätzlich. „Dadurch sind sie näher dran an der Mannschaft, das motiviert“, sagt er.

Alle Spieler sind dazu angehalten, täglich eine Stunde vor dem Training da zu sein und den Kraftraum zu nutzen. „Freiwillig“, sagt Papadopoulos und lacht. Die Eigenverantwortung funktioniert. „Wir müssen sie nicht permanent dazu auffordern, das wird gut in Anspruch genommen“, sagt Labbadia.

Dass die Geräte weiß-rot sind, ist übrigens kein Zufall. „Der Hersteller hat uns damit einen Gefallen getan“, sagt Papadopoulos. Der Container ist ein Provisorium, die Vorplanungen für den Bau eines neuen Fitnessraumes haben begonnen – bis dahin aber schwitzen die VfB-Profis sicher gerne im Container mit Aussicht.

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