Stein des Anstoßes: Harniks Verletzung Foto: Baumann

Alexander Zorniger ärgert sich über Alexandru Maxim. Der Rumäne schaltet nach der Verletzung von Martin Harnik auf den Bummelmodus – und bringt den VfB-Trainer damit auf die Palme.

Stuttgart - Es war eine an sich belanglose Szene, wie sie in jedem Fußballspiel mehrfach vorkommt. Im Spiel des VfB Stuttgart gegen den SV Darmstadt 98 war die 31. Minute angebrochen, als Alexandru Maxim für den verletzten Martin Harnik ins Spiel kommen sollte. Harnik konnte nach einem Zusammenprall mit Darmstadts Torhüter Christian Mathenia nicht mehr weitermachen. Der Österreicher bekam einen Schlag ab, die genaue Diagnose folgt am Montag. Doch statt den Wechsel schnell anzugehen, schaltete der Rumäne in den Bummelmodus. Was seinen Trainer hinterher gehörig auf die Palme brachte.

Zunächst sprach Alexander Zorniger etwas nebulös von „Dingen auf und neben dem Platz“, die ihm nicht gefallen hätten. Später klärte er auf: Es war der Wechsel, der ihn erzürnte: „Wir müssen unsere Abläufe optimieren. Wenn das nicht besser wird, werden wir unseren Weg nicht weitergehen können.“ Ein Rüffel, der saß. Namen nannte Zorniger gegen seine bisherige Gewohnheit keine, doch den vom Platz humpelnden Harnik dürfte er eher nicht gemeint haben. Also bleibt nur der rumänische Nationalspieler, der aus Anlass des Brandunglücks in einer Bukarester Discothek mit 29 Toten beim 2:0-Sieg mit einem Trauerflor auflief. Maxims Leistung tat für Zorniger schließlich ihr Übriges, sauer zu sein. Der 48-Jährige kündigte an, den Vorfall „intern zu klären“.

Maxim bringt seinen Trainer auf die Palme

Man kann nun die Frage aufwerfen, ob Zorniger nach dem wichtigen Sieg keine anderen Sorgen hat als eine lahme Auswechslung. Doch der Trainer duldet eben keine Nachlässigkeit. Sportvorstand Robin Dutt zeigte dafür volles Verständnis: „Es geht darum, dass sich die Spieler in dem Rahmen bewegen, den der Trainer vorgibt.“ Ein schnelles Wechselspiel gehört offenbar dazu, was Maxim offenbar nicht bewusst war – oder bewusst sein wollte.

Dazu noch mal Dutt: „Es geht darum, nicht nachzulassen, nur weil es mal ein bisschen besser läuft.“ Die sportliche Führung stellt den Teamgeist beim VfB eben über alles. Auch Alexandru Maxim müsste das wissen – spätestens seit Sonntagabend.

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