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Der Keeper von 1899 Hoffenheim ist im Sommer ablösefrei – Gross: „Ein interessanter Spieler“

Stuttgart/Hoffenheim - Ein Muskelfaserriss im rechten Oberschenkel beendet wohl die Ära von Timo Hildebrand (31) in Hoffenheim. Da der Keeper mindestens zwei Wochen ausfällt, verlängert sich sein Vertrag nicht automatisch. Dafür hätte er mindestens 41 Bundesligaspiele für 1899 absolvieren müssen - so aber ist er im Sommer ablösefrei.

Moment mal, könnte man jetzt denken: Timo Hildebrand ist ablösefrei und in Stuttgart beendet VfB-Keeper Jens Lehmann seine Karriere. Heißt das im Umkehrschluss, Hildebrand kehrt nach Stuttgart zurück?

Eher nicht. Zwar hat der Keeper zuletzt erklärt, dass sein Herz am VfB hänge, denn in Stuttgart begann seine Profi-Karriere: Aber ob er als Typ inklusive seiner Gehaltsvorstellungen zu den Roten passt, ist zweifelhaft. Zudem ist beim VfB die Torhüterfrage eigentlich geklärt. Fest steht, dass Sven Ulreich in der kommenden Saison das Erbe von Jens Lehmann antreten wird. Dahinter soll ein erfahrener Mann die Nummer zwei werden - für den Fall, dass Ulreich den Karrieresprung wider Erwarten nicht schaffen sollte. Diese Rolle passt sicher nicht zu Timo Hildebrand. Als Favorit gilt daher weiter Ex-VfB-Keeper Marc Ziegler (derzeit Borussia Dortmund). Wie es heißt, sind die Gespräche zwischen Ziegler und dem VfB weit fortgeschritten. Lediglich eine Champions-League-Teilnahme der Dortmunder könnte den Transfer ernsthaft gefährden. Aber das wollte VfB-Manager Horst Heldt ebenso wenig kommentieren wie die Spekulationen um Hildebrand: "Ich sage zu Transferangelegenheiten im Moment nichts." Ähnlich äußerte sich Trainer Christian Gross nach dem 2:0-Sieg in Bochum. Allerdings entfuhr dem Schweizer dann doch ein (Zu-)Satz: "Timo Hildebrand ist ein interessanter Spieler." Die Redewendung "Sag niemals nie" scheint beim VfB in Mode zu kommen.

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