Die Dauerkarten für VfB-Heimspiele sind enorm begehrt. Foto: Baumann/Volker Müller

Einige Mitglieder haben den Einwahllink für den Dauerkarten-Verkauf nicht erhalten. Die Gründe sind unterschiedlich – wobei es in einem konkreten Fall eine erneute Kaufchance für Betroffene geben wird.

Das konnte niemanden ernsthaft überraschen: Binnen kürzester Zeit waren am Freitagvormittag sämtliche verfügbaren Dauerkarten beim VfB Stuttgart vergriffen – und längst nicht alle Interessierten kamen zum Zug. Vielen wurde in der virtuellen Warteschlage ein Platz im weit fünfstelligen Bereich zugelost, zur Verfügung standen aber nur wenige Tausend Karten: Nach der Verlängerungsphase für die 33 200 Karteninhaber hatte der Club nun beim Mitgliederverkauf die Grenze bei 36 000 gesetzt. Die war schnell erreicht – und damit auch ein neuer Rekord in der Vereinshistorie.

 

Die Angebot-Nachfrage-Diskrepanz war aber nicht das einzige Thema, das für Gesprächsstoff sorgte. In den sozialen Medien beklagten sich einige User, keinen Link für den Verkauf erhalten zu haben. Zum Hintergrund: Um das bislang mögliche Einwählen über mehrere Endgeräte zur Chancensteigerung zu unterbinden, gab es dieses Mal für jedes Mitglied einen personalisierten Einwahllink. Ein Mitglied, eine Chance – so das Prinzip.

Warum manche Mails nicht ankamen

Weshalb die Mails nicht bei allen ankamen, hat unterschiedliche Gründe. Einige Mitglieder haben am Tag vor dem Verkaufsstart weder die Informationsmail des VfB noch die nachfolgende Mail mit dem Einwahllink erhalten. In diesem Fall hatte die betroffene Person zu einem früheren Zeitpunkt aktiv die Einwilligung widerrufen, dass ihre Mailadresse zur Zusendung von Werbung durch den VfB genutzt werden darf.

„Diesen Mitgliedern durfte aus datenschutzrechtlichen Gründen keine Informationen zum Vorverkauf und persönlicher Einladungslink zugesendet werden“, teilt der VfB mit und verweist auf die Möglichkeit, sich mit Blick auf künftige Bestellphasen erneut für den Newsletter anzumelden.

Ein zweiter Fall: Bei einigen Mitgliedern kam die erste Mail im Postfach an, während die zweite im Spamordner landete. Hierauf habe man keinen Einfluss, teilte der VfB auf Nachfrage mit. Zugleich hat der Verein in seiner ersten Mail am Donnerstag explizit darauf hingewiesen, auch den Spamordner nach dem Einladungslink zu durchsuchen – wo dann am Freitag auch einige fündig wurden.

Bleibt ein dritter, noch unerfreulicherer Fall: Manche Mitglieder haben die zweite Mail mit dem Einladungslink schlichtweg nicht erhalten, auch nicht im Spamordner. Hier liegt kein Verschulden der Mitglieder vor, sondern vielmehr ein technisches Versandproblem durch das neue System – womit es in den Verantwortungsbereich des VfB Stuttgart fällt. „Bei diesen Mitgliedern entschuldigt sich der VfB und bietet ihnen die Chance auf den Erwerb eines kleinen Teils von Dauerkarten“, so der Verein. Über das Vergabeprozedere werde zeitnah informiert.