Auf dem Fußballplatz geht Jeff Chabot auch mal robust zur Sache. „Im Privatleben bin ich ein ganz ruhiger Typ“, sagt der VfB-Innenverteidiger. Foto: IMAGO/Pressefoto Baumann//Julia Rahn

„Er ist ein feiner, netter, lieber Kerl“, sagt Sebastian Hoeneß: „Und seine Topform hilft uns aktuell sehr.“ Die Wesenszüge von Jeff Chabot, findet der VfB-Coach, stünden dabei aber im Gegensatz zu seinem Äußeren.

Es liegt eine Woche hinter Jeff Chabot, in der sich der Innenverteidiger des VfB Stuttgart nicht nur wegen seines ersten Bundesligatores, dem Treffer zum 2:0 beim 2:1-Erfolg bei Borussia Dortmund, in den Fokus gespielt hat. „Es macht Spaß, mit ihm zu arbeiten. Ein guter Verteidiger war er schon immer“, sagt der VfB-Trainer Sebastian Hoeneß zu seinem Abwehrchef: „Jetzt finde ich ihn noch konstanter.“

 

So sei die vergangene Woche einfach top für Chabot gewesen. „Das Tor hat ihm richtig gut getan – und uns natürlich auch“, sagt der Stuttgarter Coach: „Wir sind froh, dass wir ihn haben. Und seine gute Form tut uns gerade sehr gut.“

Schließlich fällt neben dem langzeitverletzten Abwehrhünen Dan-Axel Zagadou auch der Innenverteidiger Ameen Al-Dakhil für die Heimpartie gegen den VfL Wolfsburg am Samstag (15.30 Uhr) aus. Zudem ist Anthony Rouault verkauft und die beiden Neuzugänge Finn Jeltsch und Luca Jaquez werden erst an ihre Aufgaben in der Abwehr herangeführt. Da ist Chabot in Topform neben dem ebenfalls gut aufspielenden Interims-Innenverteidiger Ramon Hendriks für das Stuttgarter Team sehr wichtig.

Zudem schätzt Hoeneß die soziale Ader des gut in die Teamhierarchie integrierten Jeff Chabot: „Er ist ein ganz feiner, lieber, netter Kerl neben dem Platz. Ein Typ, den man einfach mögen muss“, findet Hoeneß – der dann das große Aber folgen lässt: „Wenn man ihn so sieht, würde man ihm auf der Straße nachts im Dunkeln eher aus dem Weg gehen. Ich hoffe, er sieht es mir nach, dass ich das so beurteile. Diese Seite sieht man dann auch auf dem Platz – und das ist ja auch gut so.“

Der Tick mit dem Friseurbesuch

Charakterlich beurteilt sich Chabot selbst übrigens ganz ähnlich. „Auf dem Platz geht es zur Sache, aber im Privatleben bin ich ein ganz ruhiger Typ“, sagt der Ex-Kölner, der gemeinsam mit seinem Kumpel aus den Zeiten im Fußballinternat von RB Leipzig, Ermedin Demirovic, ein Ritual pflegt. Wenn es die Zeit erlaubt, dann geht das Duo vor jedem Heimspiel in Stuttgart zum Friseur. Durch die vielen englischen Wochen hatten die Haare da zuletzt kaum Chancen, um zu wachsen.