Angespannt, aber optimistisch: VfB-Präsident Wolfgang Dietrich vor der Relegation. Foto: Baumann

Wolfgang Dietrich blickt den Relegationsspielen des VfB Stuttgart gegen den Abstieg optimistisch entgegen: „Nico Willig hat der Mannschaft neues Leben eingehaucht“, sagt der Präsident.

Stuttgart - Das bedeutungslose 0:0 am letzten Bundesliga-Spieltag beim FC Schalke 04 ist längst abgehakt, der Blick des VfB Stuttgart richtet sich auf die beiden Relegationsspielen gegen den Zweitliga-Dritten Union Berlin (23. Mai zu Hause und 27. Mai auswärts, jeweils 20.30 Uhr/Eurosport Player). „Wir haben eine katastrophal schlechte Saison hinter uns und die PS nicht auf die Straße gebracht“, stellte VfB-Präsident Wolfgang Dietrich in der SWR-Sendung Sport im Dritten rückblickend fest, „doch Nico Willig hat der Mannschaft neues Leben eingehaucht.“ Das mache ihm Hoffnung. Dietrich sieht die Relegation nicht als „Strafe, sondern als Geschenk“.

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Vor allem dank Trainer Willig ist er optimistisch, dass die Mannschaft dieses Geschenk auch annehmen wird. „Nico Willig ist ein außergewöhnlicher junger Mann. Das Team folgt ihm, hört auf ihn. Er wird seinen Weg gehen.“ Dennoch spricht alles dafür, dass den 38-Jährigen am Saisonende Tim Walter (Holstein Kiel) ablösen wird. Sportvorstand Thomas Hitzlsperger werde sich im Laufe der Woche zur Trainerfrage äußern, so Dietrich am Sonntag.

Rücktritt kein Thema

Der VfB-Chef bekräftigte, dass er auch bei einem Abstieg des VfB in die zweite Liga nicht daran denke, zurückzutreten. „Für mich ist es selbstverständlich, dass man – auch wenn eine sportliche Delle da ist – nicht wegrennt und die Flucht ergreift. So etwas geht nicht“, sagte der 70-Jährige.

In der Causa um die Quattrex-Verflechtungen stellte Dietrich erneut seine Integrität klar: „Ich partizipiere in keiner Form finanziell an irgendwelchen Erfolgen deutscher Clubs.“

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