Baden-Württemberg stellt nicht nur vier Bundesligisten, sondern durch den VfB Stuttgart und den SC Freiburg auch beide deutsche Europa-League-Teilnehmer. Ein Novum? Keineswegs.
Mit dem Ende der Relegation und dem damit verbundenen Klassenverbleib des 1. FC Heidenheim stehen die 18 Bundesligisten der Saison 2025/2026 fest. Der 1. FC Köln und der Hamburger SV kehren in die Bundesliga zurück, während sich der VfL Bochum und Holstein Kiel in die Zweitklassigkeit verabschieden.
Baden-Württemberg stellt dabei gemeinsam mit Nordrhein-Westfalen die meisten Bundesligisten, jeweils vier an der Zahl. Neben dem VfB Stuttgart spielen im nächsten Jahr auch der SC Freiburg, die TSG Hoffenheim und der 1. FC Heidenheim erstklassig. Das „Ländle“ erobert in der kommenden Saison auch wieder Europa.
Der VfB hat den DFB-Pokal gewonnen, der Sport-Club in der Liga Platz fünf belegt – damit stellt der Südwesten beide deutsche Europa-League-Teilnehmer. Für Baden-Württemberg ist das eine große Sache. Doch wie oft gab es das eigentlich schon, dass gleich zwei Vereine aus dem „Ländle“ gleichzeitig im selben europäischen Wettbewerb vertreten waren?
Erst zweimal in der Geschichte
Die Antwort überrascht: Tatsächlich gab es bislang nur zwei Spielzeiten, in denen mehr als ein Club aus Baden-Württemberg gleichzeitig im selben Uefa-Wettbewerb vertreten war – und in beiden Fällen waren es der VfB und der Sport-Club, die dieses Kunststück vollbrachten. Eine Rarität, die deutlich macht, wie besonders solche Spielzeiten sind.
Zum ersten Mal gab es eine solche in der Saison 2001/20002, als sich beide für den Uefa-Pokal qualifizierten. Der VfB schaffte es über den Intertoto-Cup in den Hauptwettbewerb, der Sport-Club spielte sich über die Liga nach Europa.
Zwölf Jahre später gab es dann das nächste und bislang letzte doppelte Europa-Gefühl: In der Saison 2013/2014 erreichte der VfB durch die Finalteilnahme im DFB-Pokal die Play-offs zur Europa League, schied dann allerdings gegen den kroatischen Vertreter HNK Rijeka aus. Der Sport-Club erreichte als Tabellenfünfter die Europa League, als Tabellendritter der Gruppenphase war das Kapitel aber wieder schnell beendet.
Auch die letzte Saison ein Ausrufezeichen
In diesem Jahr wird es also erst das dritte Mal in über 60 Jahren Europapokal sein – das ist ein erstaunlich geringer Wert, wenn man bedenkt, dass Baden-Württemberg immerhin vier aktuelle Bundesligisten stellt. Zum Vergleich: Nordrhein-Westfalen bringt regelmäßig drei oder mehr Clubs gleichzeitig in ein und denselben Uefa-Wettbewerb – Dortmund, Leverkusen oder Gladbach etwa.
Schon die vergangene Saison war ein Ausrufezeichen: Mit dem VfB in der Champions League, der TSG Hoffenheim in der Europa League und dem 1. FC Heidenheim in der Conference League war Baden-Württemberg in allen drei Uefa-Wettbewerben vertreten – das hatte es zuvor noch nie gegeben.