War seit 2016 für den VfB Stuttgart am Ball: Mittelfeldspieler Per Lockl. Foto: imago images / DeFodi

Er gilt gemeinsam mit Lilian Egloff als das hoffnungsvollste Talent des VfB Stuttgart. Doch U-19-Kapitän Per Lockl wird zu Borussia Mönchgengladbach wechseln. Ein weiterer Abgang schmerzt den VfB II.

Stuttgart - Er war die Schaltzentrale der U19 des VfB Stuttgart, zeigte als Kapitän stets Präsenz auf dem Platz und harmonierte bestens mit Offensiv-Ass Lilian Egloff: Per Lockl galt als eines der hoffnungsvollsten Talente beim Fußball-Zweitligisten. Nun hat sich der 19-Jährige für einen Wechsel zu Borussia Mönchengladbach entschieden.

Lesen Sie hier: Das wurde aus den DFB-Pokal-Siegern 2019

„Wir hätten Per gerne weiterhin in unseren Reihen und bedauern seinen Abgang. Wir haben ihm in den vergangenen Monaten in vielen Gesprächen einen gemeinsamen Weg bei uns aufgezeigt, letztlich hat sich Per aber für einen Vereinswechsel entschieden“, sagt Thomas Krücken, der Direktor des Nachwuchsleistungszentrums (NLZ) beim VfB. Lockl – 2016 vom FSV Frankfurt auf den Wasen gekommen – wird in der Vereinsmitteilung unter anderem wie folgt zitiert: „Ich hatte vier tolle Jahre beim VfB, bin DFB-Pokalsieger geworden, stand im Finale um die deutsche Meisterschaft, war Kapitän, habe mehr als 100 Spiele für den Verein bestritten, habe viele Freunde gefunden, das Abi geschafft und mich nicht nur als Spieler weiterentwickelt.“

Lesen Sie hier: So tickt der künftige VfB-II-Trainer Frank Fahrenhorst

Der VfB hatte Lockl, der von Denny Khedira beraten wird, einen Weg mit Spielpraxis über die eigene Regionalligamannschaft aufgezeigt, mit enger Anbindung und regelmäßigem Training mit den Profis. Ähnlich soll sich das Modell nun auch beim Bundesligisten vom Niederrhein darstellen, die zweite Mannschaft der Borussia spielt in der Regionalliga West.

Lesen und sehen Sie hier: Das ist das Traumtor von Per Lockl

Per Lockl fällt also als zentraler Baustein für den neu formierten VfB II der Saison 2020/21 weg, zudem muss das Team einen schmerzlichen Abgang hinnehmen. Der torgefährliche offensive Mittelfeldspieler David Tomic (zwölf Saisontore) wird dem Team des künftigen Trainers Frank Fahrenhorst nicht zur Verfügung stehen. Der 22-Jährige will höherklassig spielen. Sein künftiger Club steht noch nicht fest. Ebenfalls gehen werden Kapitän Lukas Kiefer (SSV Ulm 1846), David Grözinger (1. FC Schweinfurt 05), Pedro Allgaier, Pedro Almeida Morais, Baboucarr Gaye, Jonas Preuß (alle Ziel unbekannt), Malik Batmaz (war ausgeliehen vom KSC) und Benedikt Koep (VfR Mannheim).

Neuzugang vom SC Freiburg II

Neu zum VfB II kommt der defensive Mittelfeldspieler Falko Michel (19) vom SC Freiburg II. Aus der U19 rücken Florian Schock, Christian Mistl, Alexander Kopf, Manuel Reutter, Hamza Cetinkaya, Benedict Hollerbach und Kevin Grimm auf. Stürmer Eric Hottmann kehrt nach seiner einjährigen Leihe vom Drittligisten SG Sonnenhof Großaspach zurück und verlängerte seinen Vertrag vorzeitig bis zum 30. Juni 2022. Darüber hinaus wurden die auslaufenden Verträge von drei Defensivspielern verlängert. Routinier Marc Stein, Jose-Enrique Rios Alonso und Manuel Kober gehören somit weiter zum Kader der U21.

Vorfeude bei Fahrenhorst

„Die Vorfreude bei mir auf die kommende Saison und die Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen und Spielern ist sehr groß. Zum einen, weil die Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen sehr professionell läuft, weil wir eine junge Mannschaft mit viel Potenzial haben, zum anderen, fast zwei Drittel des Kaders eine langfristige Ausbildung im NLZ beim VfB durchlaufen haben“, sagt Frank Fahrenhorst und ergänzt: „Diese Identifikation und Verbundenheit mit dem Club ist in der heutigen Zeit etwas Besonderes und eine Tatsache, auf die der Club stolz sein kann.“ Da hätte es gut ins Bild gepasst, wenn der Club Per Lockl von einer Zukunft beim VfB hätte überzeugen können.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: