Beginn einer großen Karriere: Hansi Müller als VfB-Spielmacher in Liga zwei. Foto: Baumann

Europameister 1980, Vizeweltmeister 1982. VfB Stuttgart, Inter Mailand, FC Tirol. Wir blicken zum 60. Geburtstag auf die Karriere von Hansi Müller.

Stuttgart - Vor zehn Jahren wurde noch gefeiert, was das Zeug hält. Zu seinem 50. Geburtstag veranstaltete Hansi Müller die Neuauflage des WM-Endspiels von 1982 zwischen Deutschland und Italien im damaligen Gottlieb-Daimler-Stadion. Fast alle Stars von einst kamen, zudem 40 000 Zuschauer. An diesem Donnerstag nun wird Hansi Müller 60 – und feiert in einem deutlich kleineren Rahmen: mit rund 30 Gästen in einem Biergarten im Remstal. „Das volle Kontrastprogramm“, nennt er das.

Beim SV Rot in Stuttgart startete einst die Karriere des Spielmachers, beim VfB Stuttgart wurde er bekannt, stieg mit den Weiß-Roten 1977 in die Bundesliga auf und galt wenig später als das erste Teenie-Idol des deutschen Fußballs. Gleich mehrmals zierte er die Titelseite der „Bravo“, Hansi Müller erinnert sich: „Ich habe damals 250 000 Autogrammkarten im Jahr gebraucht.“ Und auch sportlich lief es zunächst rund.

42-mal lief der Spielmacher für die deutsche Nationalmannschaft auf, 1980 wurde er Europameister, 1982 Vize-Weltmeister. Er wechselte zu Inter Mailand, zog nach zwei Jahren weiter zu Calcio Como und beendete nach fünf Jahren beim FC Tirol 1990 seine Karriere. „Ich habe 15 Jahre lang als Profi Gas gegeben und dann 15 Jahre in der Profivermarktung“, sagt er heute.

Zum VfB kehrte er als Vorstandsmitglied zurück, später war er Aufsichtsrat, heute ist er Ehrenmitglied. Privat musste Hansi Müller 2005 einen schweren Schicksalsschlag verkraften, als seine Frau Claudia an Krebs starb. Aus dieser Ehe hat Hansi Müller zwei erwachsene Kinder (Leif und Sabrina). Einige Jahre später wurde er noch einmal Vater eines Sohnes (Sandro). Mit ihm und seiner jetzigen Frau Elke lebt der nunmehr 60-Jährige in Korb, er sitzt seit 2014 auch im dortigen Gemeinderat und sagt: „Ich bin gefordert im Leben. Ich habe noch viel vor.“

In unserer Bildergalerie schauen wir zurück auf die Karriere von Hansi Müller.

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