Leere Ränge in Kiel: Das erwartet den VfB Stuttgart am 27. Spieltag Foto: imago//Wolfgang Zink

Ob das bevorstehende Auswärtsspiel beim SV Wehen Wiesbaden am Sonntag vor Fans stattfinden wird, ist noch nicht entschieden. Fest steht aber: Die Partie eine Woche später in Kiel wird zum Geisterspiel.

Stuttgart - Über das bevorstehende Auswärtsspiel beim SV Wehen Wiesbaden am kommenden Sonntag (13.30 Uhr) wurde in der Corona-Krise noch keine Entscheidung gefällt. „Wir müssen es nehmen, wie es kommt“, sagt VfB-Sportdirektor Sven Mislintat mit Blick auf einen möglichen Zuschauerausschluss. Das gilt auch für die Fans, die sich für das Spiel in der Britta-Arena bereits mit Karten eingedeckt haben. Das Gästekontingent in Höhe von zehn Prozent (1260 Karten) ist längst vergriffen. Sie schauen womöglich in die Röhre beziehungsweise müssen sich das Geld zurückerstatten lassen.

Mehr Klarheit herrscht dagegen, was das darauffolgende Spiel bei Holstein Kiel am 21. März angeht. Die Landesregierung von Schleswig-Holstein hat am Dienstag beschlossen, Veranstaltungen mit mehr als 1000 Besuchern ab sofort zu untersagen. Der Erlass gilt mindestens bis 10. April – betrifft also auch die Auswärtspartie der Stuttgarter an der Ostsee. Neben Schleswig-Holstein münzen auch Bayern, Nordrhein-Westfalen und Bremen die ursprüngliche Empfehlung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn in ein konkretes Verbot.

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Mislintat brachte schon direkt im Anschluss an die Partie gegen Arminia Bielefeld Verständnis für mögliche Geisterspiele auf. „Das ist höhere Gewalt. Da geht Gesundheit vor allen anderen Faktoren.“ Mitarbeiter und Spieler halten sich ansonsten an die empfohlenen Verhaltensweisen. Gonzalo Castro berichtete, dass die Mannschaft angewiesen wurde, aus Sicherheitsgründen auf Abstand zu den Fans zu gehen – konkret: keine Autogramme zu schreiben, keine Selfies zu machen oder nicht mit ihnen abzuklatschen. Vier Mitarbeiter des Vereins befinden sich unterdessen in der sogenannten präventiven Quarantäne, müssen also für 14 Tage zu Hause bleiben. Sie hatten sich in den vergangenen Wochen in einem Risikogebiet aufgehalten.

Die Stuttgarter werten es zumindest nicht als Nachteil, nun zweimal in Folge auswärts antreten zu müssen. Das nächste (bereits ausverkaufte) Heimspiel steigt am 6. April gegen den Hamburger SV. Eine reguläre Durchführung erscheint immer unwahrscheinlicher: Am Abend brachte die baden-württembergische Landesregierung ebenfalls ein Veranstaltungs-Verbot auf den Weg.

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