Warum funktionierte die Technik bei der Mitgliederversammlung nicht? Die Antwort konnte noch nicht gegeben werden. Foto: Baumann

Technische Probleme führten am vergangenen Sonntag zum Abbruch der Mitgliederversammlung des VfB Stuttgart geführt. Seitdem wird nach den Ursachen geforscht. Erste Ergebnisse könnten bald vorliegen.

Stuttgart - Vier Tage ist es nun her, dass eine der denkwürdigsten Mitgliederversammlungen des VfB Stuttgart unrühmlich und peinlich zu Ende gegangen ist. Wegen unüberwindbarer Probleme bei der geplanten elektronischen Abstimmung musste die Veranstaltung abgebrochen werden. Seitdem sind alle Beteiligten auf der Suche nach den Ursachen.

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Die Anlage wurde vorerst nicht abgebaut, mehrere Gutachter sind eingeschaltet worden – schließlich hatte der VfB sofort nach der Versammlung angekündigt, Regressansprüche zu prüfen. Auch außerhalb der Mercedes-Benz-Arena wurde die Technik mittlerweile geprüft. Das Ergebnis ist nach wie vor offen, kommende Woche soll aber ein erster bericht vorliegen.

Panne führte zum Rücktritt des Präsidenten

Seit Sonntag wurde auch mehrfach darüber spekuliert, die technischen Probleme könnten damit zu tun haben, dass der Verein bei der Anmietung der technischen Infrastruktur gespart und teils auf eigene Ressourcen gesetzt habe. „Diese Meldungen sind falsch“, sagte nun ein VfB-Sprecher. Zu weiteren Erkenntnissen aus den bisherigen Untersuchungen wollen sich aber weder der Club noch die beiden beteiligten Dienstleister aktuell äußern.

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Über ein unabhängiges Netzwerk sollten am Sonntag die Mitglieder des VfB unter anderem über die Abwahl des mittlerweile zurückgetretenen Präsidenten Wolfgang Dietrich per Smartphone oder Tablet abstimmen. Das Vorhaben scheiterte, weil keine Verbindung zu den Geräten aufgebaut werden konnte. Am Tag danach trat Dietrich mit den Worten zurück: „Auch kann und möchte ich nicht mehr einer Organisation vorstehen, die weder (. . .)  noch in der Lage, den einwandfrei funktionierenden Ablauf einer Mitgliederversammlung zu gewährleisten.“

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