VfB-Sportvorstand Fabian Wohlgemuth Foto: Baumann

Sie gehören zum Big Business Profifußball dazu wie der Ball: Spielerberater nehmen eine immer wichtigere Rolle ein und verdienen bei Transfers eine Menge mit. So auch beim VfB.

Der VfB Stuttgart floriert. Sportlich wie wirtschaftlich. So belief sich der Umsatz im vergangenen Kalenderjahr auf nahezu 300 Millionen Euro, was mit den großen sportlichen Erfolgen und dem Einzug in die Champions League zusammenhängt. Heraus kam ein Rekordgewinn von 15,4 Millionen Euro.

 

Ausgaben steigen auf Rekordhoch

Der VfB hat die Bilanzzahlen bereits auf seiner Mitgliederversammlung im März präsentiert. Nun legte die Deutsche Fußball Liga (DFL) noch einmal detailliertere Auskünfte zum finanziellen Gebaren der Fußball-Bundesligisten vor. Interessant dabei: Die Zahlungen an Spielerberater. Satte 19,2 Millionen Euro an Provisionen werden dabei für den VfB Stuttgart ausgewiesen. Ein Jahr zuvor waren es noch 14,7 Millionen. Damals gab der VfB aber auch noch nicht so viel Geld für neue Spieler aus. 2024 schlugen allein die Transfers von Deniz Undav und Ermedin Demirovic mit 47 Millionen Euro zu Buche.

Mehr für Spielerberater gaben im vergangenen Jahr nur der FC Bayern München (51,2 Millionen), Borussia Dortmund (36,6), RB Leipzig (35,2), Eintracht Frankfurt (24,1) sowie Bayer Leverkusen (19,4) aus. Am wenigsten verdienen ließ sich für die Beraterszene mit dem FC St. Pauli: Ganze 1,3 Millionen Euro.

Unterm Strich stiegen die Beraterkosten der Bundesligisten in der Saison 2023/24 auf fast 250 Millionen Euro – so viel wie noch nie. In der Vorsaison waren es noch 187,8 Millionen.