Stuttgarts Ibrahima Traoré (links) bejubelt seinen Treffer zum 0:3 gegen die Eintracht Braunschweig mit seinen Kollegen Antonio Rüdiger (Mitte), Vedad Ibisevic (hinten) und William Kvist. Foto: dpa

Der VfB Stuttgart kann das Aus im DFB-Pokal gegen Freiburg souverän wegstecken und klettert dank des 4:0-Schützenfestes gegen überforderte Braunschweiger auf den sechsten Tabellenplatz.

Braunschweig - Der VfB Stuttgart kann das Aus im DFB-Pokal wegstecken, Eintracht Braunschweig bleibt der trostlose Punktelieferant der Fußball-Bundesliga: Das überforderte Tabellen-Schlusslicht mühte sich am Sonntagabend zum Abschluss des 7. Spieltags lange Zeit redlich, am Ende musste sich der Aufsteiger vor heimischer Kulisse aber mit 0:4 (0:1) dem effizient agierenden VfB geschlagen geben.

In einem mäßigen Spiel vor 22.760 Zuschauern sorgte Stuttgarts Torjäger Vedad Ibisevic in der 40. Minute für die Führung. Alexandru Maxim (50.), Ibrahima Traoré (75.) und der eingewechselte Martin Harnik (86.) waren nach der Pause zur Stelle. Der VfB kletterte in der Tabelle auf den sechsten Platz mit zehn Punkten, Braunschweig bleibt mit einem mickrigen Punkt Letzter. „4:0 hört sich immer verdammt deutlich an. Man muss aber sagen, dass es uns die Braunschweiger unheimlich schwer gemacht haben“, betonte Stuttgarts Sportvorstand Fredi Bobic.

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Dabei war Eintracht-Trainer Torsten Lieberknecht nach dem ersten und bislang einzigen Zähler im Heimspiel vor zwei Wochen gegen Nürnberg die Dreipunkte-Mission mit Offensivpower angegangen. Der Aufsteiger präsentierte sich von Beginn an mit drei nominellen Angreifern engagiert, den ersten Saisonsieg endlich zu schaffen. Immer wieder luchsten die Manndecker den VfB-Offensivkräften den Ball ab. Nur im Spielaufbau haperte es erneut.

VfB nimmt Braunschweig die Kugel ab

So schnell wie die Defensiv-Formation um Kapitän Deniz Dogan den Ball erobert hatte, so schnell waren die Hausherren das Spielgerät meist auch wieder los. Kamen sie mal weiter vor, wie in der ersten Hälfte zumeist über den starken Karim Bellarabi auf der rechten Angriffsseite, endeten die Kombinationen dennoch meist in technischen Unzulänglichkeiten seiner Kollegen.

Dabei bekleckerte sich der Gegner aus dem Schwabenland nach seinem Pokal-Aus in Freiburg unter der Woche auch nicht mit Ruhm. VfB-Coach Thomas Schneider verbannte Konstantin Rausch, Harnik und Mohammed Abdellaoue zunächst auf die Bank und sah vor allem, wie das Spiel über Außen für Gefahr sorgte.

Freistoß Maxim, Ibisevic köpft ins Tor

Nach einer Ibisevic-Chance in der zweiten Minute, die Marjan Petkovic im Braunschweiger Tor abwehrte, passierte lange Zeit wenig vor dem Eintracht-Tor. Den Stuttgartern fehlten die Ideen, um den emsigen Gastgebern gefährlich zu werden. Zu wenig machten sie auch aus der Eintracht-Schwachstelle auf der linken Seite, wo Ken Reichel große Mühe hatte. Das Tor fiel aber über die rechte Braunschweiger Seite. Einen Freistoß von Maxim, der ebenfalls neu ins Team gerückt war, verlängerte Ibisevic mit dem Kopf ins Tor.

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Bezeichnend: Vier Minuten zuvor hatte die Eintracht die Führung verpasst. Einen abgefälschten Versuch von Marco Caligiuri parierte der erneut für den verletzten Sven Ulreich aufgebotene VfB-Keeper Thorsten Kirschbaum. Sein Braunschweiger Pendant Petkovic agierte nach dem Seitenwechsel bei einem Schuss von Traoré dagegen unglücklicher. Er ließ den Ball abprallen und Maxim nutzte die Gelegenheit zum zweiten Tor für die Gäste von Coach Thomas Schneider.

Die bis dahin kämpfenden Braunschweigern wirkten nun konsterniert. Chancen auf einen Anschlusstreffer und ihr viertes Saisontor im siebten Spiel blieben Mangelware. Stattdessen wäre die Niederlage noch höher ausgefallen, wenn die zuvor so effizienten Stuttgarter ihre Gelegenheiten noch alle genutzt hätten. Erst in der Schlussphase trafen der quirlige Traoré (Bobic: "Der Junge ist Wahnsinn") nach Pass von Christian Genter und der eingewechselte Harnik.

So hat der VfB gespielt:
Kirschbaum – Sakai, Schwaab, Rüdiger, Boka (46. Rausch) – Gentner, Kvist – Werner (73. Harnik), Maxim (87. Cacau), Traoré – Ibisevic.

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