Gotoku Sakai. Foto: Pressefoto Baumann

Der Rechtsverteidiger des VfB Stuttgart sagt: „Ich würde mich über Löws Anruf freuen.“

Stuttgart - Gotoku Sakai (21) war ­verdammt lange weg. Erst die Olympischen Spiele in London, dann auch noch das Freundschaftsspiel mit der japanischen Nationalelf gegen Venezuela vor eineinhalb Wochen. Der Rechtsverteidiger des VfB verpasste weite Teile der Vorbereitung – was nicht nur Trainer Bruno Labbadia ärgerte. Als Sakai gegen Venezuela nicht zum Einsatz kam, verstand auch er die Welt nicht mehr. Denn nachdem er bei den Spielen in London kaum zum Einsatz gekommen war, lud ihn Nationaltrainer Alberto Zaccheroni nur deshalb für die Partie ein, um ihn unter Wettkampfbedingungen zu testen. „Dass ich dann gar nicht spielen durfte, hat mich schon sehr geärgert“, sagt Sakai.

Wieder verpasste er so wertvolle Tage der Vorbereitung, so dass Neuzugang Tim Hoogland auf der rechten Abwehrseite des VfB gesetzt sein dürfte beim Saisonstart an diesem Samstag gegen den VfL Wolfsburg (20.45 Uhr/Sky und Liga total). Auf Sakais nahe Aussichten beim VfB wirkte sich die lange Abwesenheit also negativ aus – was die vergangenen Wochen für die Perspektiven in der japanischen Nationalelf bedeuten, ist noch unklar.

„Das, was in den vergangenen Wochen passiert ist, hat mir nicht gefallen“

Denn Sakai sagt jetzt, dass er es sich mehr denn je vorstellen könne, für die deutsche Nationalmannschaft zu spielen. Der Rechtsverteidiger hat eine deutsche Mutter – und solange er keine Partie für das japanische A-Team absolviert hat, wäre er für die Elf mit dem Adler auf der Brust spielberechtigt. „Das, was in den vergangenen Wochen passiert ist, hat mir nicht gefallen“, sagt Sakai: „Deutschland ist deshalb nach wie vor eine Option für mich.“ Wenn Sakai seine starken Leistungen aus der vergangenen Rückrunde konservieren kann, ist ein Anruf von Bundestrainer Joachim Löw zumindest nicht ausgeschlossen. „Darüber würde ich mich sehr freuen“, sagt Sakai: „Aber ich weiß noch nicht, für welches Team ich mich im Zweifel entscheiden würde.“

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