Lukas Rupp wechselte von Absteiger SC Paderborn Foto: dpa

VfB-Neuzugang Lukas Rupp absolviert in diesen Tagen seine ersten Trainingseinheiten auf dem Cannstatter Wasen. Sein Name ist dabei Programm: In Zweikämpfen mit ihm geht es mitunter ganz schön ruppig zur Sache.

Stuttgart - Lukas wer? Wie die übrigen Neuzugänge beim VfB Stuttgart zählt auch Lukas Rupp nicht zu den großen Namen der Branche. Die Fans der Roten mussten erst einmal ihren Fußball-Almanach bemühen, um sich ein erstes Bild von dem 24-Jährigen zu machen.

Rupps Vita in Kurzform: Geboren in Heidelberg, gelingt ihm beim Karlsruher SC vor fünf Jahren der Durchbruch. Als er sich in der Zweitligamannschaft zu einer festen Größe entwickelt, wechselt er zu Borussia Mönchengladbach, wo er sich aber nicht durchsetzen kann. Vom Niederrhein ging es für den Mittelfeldspieler zum SC Paderborn, mit dem er erst auf-, ein Jahr später aber wieder aus der Bundesliga absteigt.

Weil er im Team von André Breitenreiter zu den Stützen zählte – in 31 Spielen gelangen ihm vier Tore –, wurde VfB-Sportvorstand Robin Dutt auf den laufstarken Antreiber aufmerksam und lotste ihn ablösefrei an den Neckar. Ein typischer Dutt-Transfer: „Wir wollen gemeinsam mit den Spielern wachsen. Wir wollen kein Verein sein, wo ein Spieler noch ein paar Euro mitnimmt und sich darüber hinaus keine Gedanken zum VfB macht“, sagt der Sport-Chef.

In diesen Tagen absolviert Rupp seine ersten Trainingseinheiten auf dem Cannstatter Wasen. Sein Name ist dabei Programm: In Zweikämpfen mit ihm geht es mitunter ganz schön ruppig zur Sache. Mannschaft, Verein und Stadt haben indes schwer Eindruck auf den 1,79 Meter großen Mittelfeldspieler (Spitzname: Ruppi) gemacht: „Das ist schon eine andere Liga hier“, sagt er. Angesichts des großen Auflaufs mit 4000 Fans beim ersten Training kam der Neuzugang aus dem Staunen nicht heraus.

„Hier will ich den nächsten Schritt machen“, sagt er in bestem Fußballerdeutsch. Im Mittelfeld hat er alle zentralen Positionen schon gespielt. Am gewinnbringendsten sieht er sich auf der Acht eingesetzt. Die starke Konkurrenz sowohl im offensiven (mit Daniel Didavi und Alexandru Maxim) als auch im defensiven Mittelfeld (Serey Dié und Christian Gentner) fürchtet der Sohn des früheren Bundesliga-Handballers Franz Rupp aber nicht: „Sonst wäre ich nicht hierher gewechselt.“

Dass ihm seine Karlsruher Vergangenheit beim weiß-roten Anhang zum Verhängnis werden könnte – Rupp wäre nicht der Erste –, glaubt der 24-Jährige nicht. „Der KSC ist der Verein meiner Jugend, das ist kein Thema mehr für mich. Und ich hoffe, für die Fans auch nicht.“ Bislang fallen die Reaktionen auf den Transfer positiv zurückhaltend aus.

Nicht mit nach Stuttgart gewechselt ist Noelle Mondoloni. Mit dem „Playboy“-Modell war Rupp für kurze Zeit liiert und sorgte damit in Paderborn für ein wenig Glamour. Inzwischen haben die beiden sich aber getrennt. Was für den 24-Jährigen den Vorteil hat, dass er sich in nun ganz auf das Wesentliche konzentrieren kann: seinen Bekanntheitsgrad als Fußballer zu steigern.

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