Lukas Rupp dürfte das VfB-Trikot die längste Zeit getragen haben. Foto: Baumann

Im Zweitligakader des VfB Stuttgart stehen demnächst weitere Bewegungen an.

Stuttgart - Lukas Rupp (25) sitzt auf gepackten Koffern. So macht der Mittelfeldspieler jetzt kein Geheimnis mehr daraus, dass er den in die zweite Liga abgestiegenen VfB verlassen will. Das Ziel lautet erstklassig bleiben – und sein Wunschverein steht auch fest: die TSG Hoffenheim. Das Problem beginnt jedoch damit, dass der Vertrag von Rupp in Stuttgart bis 2018 läuft. Der Club aus dem Kraichgau bietet eine Ablöse von rund fünf Millionen Euro, was dem VfB wiederum zu wenig erscheint.

Momentan stocken die Verhandlungen, weil der VfB in dieser Personalie nicht unter Zugzwang steht. Für Antonio Rüdiger (neun Millionen Euro von AS Rom) und Timo Werner (zehn Millionen Euro von RB Leipzig) ist schon viel Geld in die Kasse geflossen – und es kommen noch mal rund 14 Millionen Euro hinzu, wenn der Abgang von Filip Kostic (nach England, Spanien oder zum Hamburger SV?) demnächst besiegelt ist. Aus diesem Grund ist der Verkauf von Rupp wirtschaftlich nicht mehr notwendig – der Etat wäre auch so gedeckt.

Der VfB will keine unzufriedenen Spieler

Dennoch dürfte der Transfer nach Hoffenheim relativ zeitnah über die Bühne gehen, da der VfB prinzipiell kein Interesse daran hat, unzufriedene Spieler zu halten. Am Ende dürften sich die beiden Vereine auf einen Betrag von etwa sieben Millionen Euro einigen – nicht gerade wenig für einen Profi, der zuletzt zweimal nacheinander abgestiegen ist, zuerst mit Paderborn und anschließend mit dem VfB. Ein ähnliches Szenario wie mit Rupp und Hoffenheim ist in Stuttgart auch bei Emiliano Insua und Serey Dié denkbar, die ebenfalls zu einem Standortwechsel tendieren und offen für Angebote aus dem In- und Ausland sind.

Im Gegenzug hat der VfB dafür Kontakt zu Roy Beerens (28) von Hertha BSC aufgenommen, den der neue Trainer Jos Luhukay aus gemeinsamen Tagen in Berlin bestens kennt. Seit Luhukay weg ist, hat der offensive Außenbahnspieler keine sportliche Perspektive mehr in der Hauptstadt und würde eine Ablöse von 1,5 Millionen Euro kosten. „Die Gespräche sind im Gang“, sagt Beerens, „alle Parteien wissen, was ich will“ – nämlich schnell zum VfB.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: