Die VfB-Mitglieder haben über das Wappen abgestimmt Foto: Pressefoto Baumann

Mit 79,9 Prozent der abgegebenen Stimmen bekannten sich die VfB-Mitglieder zu dem alten Wappen, das 1998 durch eine modernere Version ersetzt worden war. Hier die Bilder und ein Video von der Mitgliederversammlung.

Stuttgart - Das Thema hatte seine Schatten vorausgeworfen. Bei der Mitgliederversammlung des VfB Stuttgart ergriff Marco-Tobias Arnold, der Sprecher der Initiative „Pro altes VfB-Wappen“, beim Tagesordnungspunkt Aussprache das Wort und überreichte dem Verein die 25 000 Unterschriften, die er und seine Mitstreiter seit 2010 für ihr Anliegen gesammelt hatten.

Allerdings mussten die Befürworter dann noch mehr als eine Stunde voller Redebeiträge warten, ehe sie am Ziel ihrer Wünsche waren: Mit 79,9 Prozent der abgegebenen Stimmen bekannten sich die Mitglieder zu dem alten Wappen, das 1998 durch eine modernere Version ersetzt worden war. Für die Änderung genügte eine einfache Mehrheit. Die Regie in der Porsche-Arena reagierte umgehend auf das klare Votum: Wie von Geisterhand gesteuert wurde das neue Wappen über der Bühne unter tosendem Beifall der Mitglieder gegen das alte ausgetauscht.

Die traditionelle Fassung des Wappens ist ab sofort auch in der Satzung des VfB verankert. Mit 92,1 Prozent Ja-Stimmen übertrafen die Mitglieder die erforderliche Dreiviertelmehrheit deutlich. Mit dem Antrag sollte erreicht werden, dass künftig eine Änderung des Wappens nur durch eine Satzungsänderung möglich ist, über die allein die Mitgliederversammlung entscheiden kann. Damit ist ausgeschlossen, dass künftig wieder der VfB-Vorstand eine erneute Änderung des Wappens herbeiführen kann.

Der ehemalige VfB-Vorstand hatte 1998 das bis dahin gültige Wappen durch eine modernere Version ersetzt, um sich für den asiatischen Markt zu öffnen. So war der Schriftzug „1893“, das Gründungsjahr des VfB, durch den Schriftzug „Stuttgart“ ersetzt worden. Jetzt haben die Traditionalisten die alten Verhältnisse wieder hergestellt.

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