VfB-Sportvorstand Michael Reschke Foto: dpa

Im Wontorra-Talk beim TV-Sender Sky spricht VfB-Sportvorstand Michael Reschke ganz unaufgeregt über die Krise beim VfB Stuttgart.

Stuttgart - Am Ende ging es dann doch wieder um die Aussagen nach dem Mainz-Spiel. Fast eine Stunde hatten sie in Wontrorras Fußball-Talk bei „Sky“ mit Sportvorstand Michael Reschke am Sonntag nach dem 1:1 beim VfL Wolfsburg über die Probleme beim VfB Stuttgart diskutiert: Die Entlassung von Hannes Wolf, die Wahl von Tayfun Korkut als Nachfolger, die miese Stimmung. Ehe die Sprache wieder auf Reschkes Worte nach der 2:3-Pleite kam. Per Einspieler wurde an den Auftritt im ZDF erinnert, in dem der 60-Jährige seinem Trainer taktische Änderungen oktroyierte. So – und als der Anfang vom Ende Wolfs – wurde Reschkes Wortwahl zumindest interpretiert.

Der Vergleich mit Köln und Armin Veh

Am Sonntag bot sich Reschke nun die Chance zur Rehabilitation. Was weniger an ihm lag als an Armin Veh. Der Sportdirektor des 1. FC Köln ging viel weiter als Reschke, als der Trainer Stefan Ruthenbeck nach der 2:3-Niederlage gegen Borussia Dortmund vor Kameras taktische Fehler vorhielt. Was doch viel kritikwürdiger sei als die Aussagen von Reschke, schlussfolgerte die Runde. Der damit nach vielen turbulenten Tagen erstmals wieder so etwas wie Entlastung erfuhr.

Wozu der Sportchef an anderer Stelle auch selbst beitrug. Reschke war bemüht, sich sachlich und ohne große Emotion dem Krisen-Gespräch zu stellen. Er verteidigte nochmals die Wolf-Entlassung („Wir mussten handeln“), seine Wahl Korkut („Total überzeugend“) sowie seine Transfer-Strategie, auf Erfahrung zu setzen („Jung ist nicht das Evangelium“). Auf flotte Sprüche verzichtete der bei den Fans in Ungnade gefallene Manager weitgehend und ließ die Fettnäpfchen aus.

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