Angelo Stiller verpasste die Generalprobe des VfB Stuttgart gegen den FC Bologna. Wird er bis zum Supercup fit? Der Spieler selbst und sein Trainer sind optimistisch.
Die Generalprobe des VfB Stuttgart hatte noch nicht begonnen, da gab es für die Anhänger schon eine gute Nachricht. „Ich bin wieder gut dabei“, sagte Angelo Stiller – und es wurde applaudiert. Die Szene spielte sich auf der Showbühne ab, die der VfB für sein großes Saisonopening aufgebaut hatte. Wenig später, beim 0:1 gegen den FC Bologna, fehlte Stiller zwar noch, aber auch Sebastian Hoeneß verbreitete Optimismus.
Der Verlauf der Heilung sei „gut“, sagte der VfB-Trainer, der kürzlich hatte mitansehen müssen, wie sich sein vielleicht wichtigster Mittelfeldspieler schon wieder eine Verletzung am Sprunggelenk zugezogen hat. Vor dem Pokalfinale war das schon einmal der Fall gewesen, nun erwischte es Stiller am anderen Bein.
Im Endspiel von Berlin gelang Angelo Stiller Ende Mai eine Punktlandung – und es war auch alles versucht worden, ihn fit zu bekommen. Eben weil es ein besonderes Spiel war. Das ist auch der Supercup am kommenden Samstag gegen den FC Bayern. Ans Limit würde mal deswegen mit Stiller aber nicht gehen. „Das Finale war das letzte Spiel der Saison“, sagte Hoeneß, „der Supercup ist das erste.“ Man werde „kein Risiko“ eingehen.
Das muss aber vermutlich auch gar nicht sein. Denn Hoeneß gab sich optimistisch, dass seine Nummer sechs schon Mitte der Woche wieder voll mittrainieren kann. Das sei „im Bereich des Möglichen“, meinte er. Und wenn das funktioniert, ist er auch ein Kandidat für die Startelf gegen den FC Bayern. „Dann“, sagte Hoeneß, „wäre er gerade einmal zehn Tage rausgewesen.“ Ansonsten hat Angelo Stiller alle Einheiten der Vorbereitung mitgemacht.
Gegen den FC Bologna wurde Stiller vom erst 20-jährigen Neuzugang Chema Andrés vertreten. Der Spanier spielte an der Seite von Atakan Karazor. Weitere Alternativen, Nikolas Nartey und Yannik Keitel, wurden eingewechselt.