Im DFB-Pokalfinale gegen Bielefeld kommt Nikolas Nartey (re.) in der Schlussphase zum Einsatz. Foto: IMAGO/Ulrich Hufnagel

Lange ist Nikolas Nartey verletzt gewesen. Doch der Däne hat sich zurückgekämpft und die VfB-Bosse überzeugt. Jetzt erhält der 25-Jährige einen neuen Vertrag über ein Jahr.

Eigentlich ist er einer der dienstältesten VfB-Profis: Denn Nikolas Nartey kam bereits 2019 zum VfB, war aber zunächst an Hansa Rostock und den SV Sandhausen verliehen – sowie die vergangenen beiden Spielzeiten fast durchgängig verletzt.

 

Doch in der Schlussphase der zurückliegenden Saison folgte die Wende zum Guten: Der Däne wurde nach überstandenen Knieproblemen und einer auskurierten Oberschenkelverletzung wieder fit – und bekam nach sieben Partien bei der U 21 in der dritten Liga von Trainer Sebastian Hoeneß letztlich zwei weitere Einsatzchancen. Nartey spielte im letzten Bundesligaspiel beim Auswärtssieg in Leipzig (3:2) – und wurde gar im erfolgreichen DFB-Pokalfinale gegen Arminia Bielefeld (4:2) in der Schlussphase eingewechselt.

Da Nartey dabei einen sehr guten Eindruck machte, gab es jetzt beim VfB die Kehrtwende. Ursprünglich hatte man geplant, sich von dem Mittelfeldspieler, dessen alter Vertrag Ende des Monats ausläuft, endgültig zu trennen. Nun folgte in der Stuttgarter Chefetage bei Sportvorstand Fabian Wohlgemuth und Trainer Hoeneß das Umdenken: Also erhält Nikolas Nartey beim VfB einen neuen Ein-Jahres-Vertrag, der für ihn so etwas wie eine zweite Chance bei den Stuttgartern ist.

Denn bleibt der Däne verletzungsfrei, kann man sich bei den Stuttgartern auch ein längeres Engagement über 2026 hinaus vorstellen. Schließlich schätzt man an dem 25-Jährigen neben seiner Leidensfähigkeit samt dem Willen zum Comeback auch seine Qualitäten als Teamplayer. Da Nartey auch als Linksverteidiger eingesetzt werden kann, sieht man in ihm einen starken Kaderspieler, der Druck auf die Stammelf machen kann.

„Niko ist auf und neben dem Platz eine Bereicherung für unseren Kader. Dank seiner fußballerischen Fähigkeiten ist er auf mehreren Positionen einsetzbar, seine Einstellung ist vorbildlich“, sagt der VfB-Sportvorstand Fabian Wohlgemuth: „Mit großem Ehrgeiz und viel Energie hat sich Niko nach seiner langen Verletzungspause eindrucksvoll zurückgekämpft.“