Vielleicht der Profi mit der modernsten Spielweise beim VfB: Offensivtalent Timo Werner Foto: Pressefoto Baumann

Wie lange es dauert, bis der Plan des VfB Stuttgart aufgeht, weiß auch vor der Partie an diesem Samstag (15.30 Uhr/Sky) gegen Hannover 96 keiner so genau. Das Ziel ist klar: Moderner und erfolgreicher Fußball. Doch inwiefern erfüllt der VfB derzeit das Anforderungsprofil hierfür? Eine Analyse.

Stuttgart - Wer schriftlich haben möchte, was dem VfB sportlich derzeit alles abgeht, der muss nur ins Internet schauen. Auf der Seite des Deutschen Fußball-Bunds (DFB) ist ein sportliches Leitbild definiert, eine Art Zutatenliste für modernen Fußball auf Topniveau. Ein Oberbegriff dabei ist die Spielfreude. Um diese auszustrahlen, sollte man Folgendes auf sich vereinen: Lust am Spiel, Kreativität und Sicherheit am Ball, Mut zu individuellen Aktionen, positive Körpersprache – und: Die Fähigkeit, auch komplizierte Spielsituationen durch Überraschungsmomente zu lösen.

Mit Blick auf die vergangenen Bundesligaspiele des VfB Stuttgart – 0:2 gegen Mönchengladbach, 0:3 auf Schalke – muss man feststellen: Viele Haken konnte Thomas Schneider da nicht setzen. Die Vorstellung, die der Trainer der Roten von der künftigen Spielweise seines Teams hat, gehen aber genau in diese Richtung. Gepaart mit zahlreichen anderen Attributen und Fähigkeiten. Zum Beispiel: Auftreten mit Überzeugung, Kombinationsspiel mit wenigen individuellen Ballkontakten, Dribbelstärke, Leichtfüßigkeit, Explosivität, technische Perfektion auch unter Druck und gruppentaktische Flexibilität. „In Ansätzen haben wir Sachen erkennen lassen, die wir uns auch in Zukunft vorstellen“, sagt der 41-jährige Coach – wohlwissend, dass sein Team vom DFB-Leitbild noch ein gutes Stück entfernt ist. In so gut wie allen Mannschaftsteilen.

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