Der VfB ist vor einer Rekordkulisse wieder in den Trainingsbetrieb eingestiegen und hat nun ein strammes Programm vor der Brust. Trainer Hoeneß kann dabei auf einen Neuzugang setzen.
Kopfschütteln war das Einzige, was Trainer Sebastian Hoeneß dazu im ersten Moment einfiel. Gefragt nach dem Zuschauerzuspruch beim ersten Training im neuen Jahr, 3000 Fans hatten den Weg ins Robert-Schlienz-Stadion gefunden, schüttelte Hoeneß nur noch den Kopf. „Ein Wahnsinn. Damit habe ich nicht gerechnet. Dass unsere Fans uns immer hervorragend unterstützen, ist ja nicht neu. Aber das hier war nicht zu erwarten“, fand Hoeneß dann doch noch einordnende Worte zum großen Andrang in Bad Cannstatt.
Seiner Mannschaft attestierte er einen „lebhaften ersten Auftritt“ und zeigte sich zufrieden ob des allgemeinen Fitnesszustands. Jetzt gehe es darum, die volle Trainingswoche bis zum Spiel in Leverkusen am 10. Januar entsprechend zu nutzen. „Das kam ja die letzten Monate nicht allzu oft vor, dass wir so viel trainieren konnten“, scherzte der Trainer ob des dicht getakteten Programms für seine Truppe.
Neuzugang soll Stürmern Druck machen
Die Fans bekamen insgesamt 27 Spieler zu sehen, darunter auch Neuzugang Jeremy Arevalo, der „sofort helfen kann, aber von uns alle Zeit für die Integration bekommt“, wie es Sportvorstand Fabian Wohlgemuth ausdrückte. Für den in Spanien geborenen und fußballerisch ausgebildeten Ecuadorianer wird vorerst die Herausforderer-Rolle angedacht. Er soll den arrivierten Angreifern Deniz Undav und Ermedin Demirovic Druck machen. Letzterer ist wie erwartet nach seiner Verletzung wieder eingestiegen und präsentierte sich voll im Saft.
Weit weg davon sind aktuell einige Akteure. Rückkehrer Jovan Milosevic (geschiente Hand), Lazar Jovanovic (Rückenprobleme), Noah Darwich, Dan-Axel Zagadou und Luca Jaquez (alle muskuläre Probleme) fehlten oder trainierten lediglich individuell. Silas fehlte aufgrund einer privaten Verpflichtung, soll aber bald wieder einsteigen. Er und auch Jovanovic gelten als Kandidaten für einen Abgang.
Testspiel gegen den FC Luzern steht an
„Wir sind quantitativ jetzt gut aufgestellt und wollen nun schauen, dass wir den Kader etwas verkleinern“, so Hoeneß. Noch bis zum 2. Februar sind Wechsel möglich. Vorerst geht es für den VfB aber am Montag weiter – mit einem Testspiel gegen den FC Luzern. Anstoß der Partie ist um 14 Uhr, sie findet allerdings nicht vor der nächsten Rekordkulisse, sondern aus organisatorischen Gründen unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.