Große Sprünge: William Kvist im VfB-Training Foto: Pressefoto Baumann

VfB-Neuzugang William Kvist kann es kaum erwarten, dass die Bundesligasaison endlich losgeht.

Stuttgart - Zum ersten Training kam er fünf Tage zu früh. Plötzlich stand William Kvist zur Verwunderung seines Trainers Bruno Labbadia da und sagte: "Urlaub hatte ich genug. Jetzt will ich meine Mitspieler kennenlernen." Da wurde schon deutlich: Der Mittelfeldspieler, der für 3,5 Millionen Euro Ablöse vom FC Kopenhagen kam, ist einer von der schnellen Truppe. Immer vornedran, das ist ein Markenzeichen für den dänischen Nationalspieler.

Klar, dass er auch schon Deutsch spricht. "Das hatte ich sechs Jahre lang in der Schule. Aber es muss besser werden, weil ich einer bin, der gern kommuniziert." Auch den Umzug in die neue Wohnung in der Stadtmitte hat er schon hinter sich: Am Donnerstag kamen die Möbel aus Kopenhagen. "Ich habe ja dreimal Training am Tag, aber meine Freundin Christine und drei Freunde aus Dänemark haben das gemanagt", sagt er. Beim Blick aus dem Fenster hat er die Weinberge vor sich, ein erster Bummel über die Königstraße hat ihm die Augen geöffnet: "Stuttgart ist eine schöne Stadt."

"61.000 - wow!"

Keine Frage, William Kvist (26) fühlt sich rundum wohl. Und so wundert es auch nicht, dass er nach einer Stippvisite in die Mercedes-Benz-Arena schon jetzt ganz heiß ist auf den Saisonstart am 6. August gegen Schalke 04. "In Kopenhagen hatte das Stadion 35.000 Plätze, hier sind es 61.000 - wow! Und dann gleich gegen Schalke, den Pokalsieger und Champions-League-Halbfinalisten! Das ist ein Anreiz, deshalb wollte ich auch in die Bundesliga wechseln."

Nun ja, ein wenig gedulden muss er sich schon noch. Und das ist sicher auch kein Fehler. Denn die Umstellung auf den deutschen Fußball ist nicht ohne. "Intensiver" sei das Training beim VfB, "und ich muss mich erst mal an meine Mitspieler gewöhnen, ihre Laufwege kennenlernen und die Spielweise des VfB übernehmen." Doch so ehrgeizig Kvist auch ist - der nächste freie Tag, den Bruno Labbadia den Spielern gönnt, kommt ihm nicht ungelegen. Und seiner Freundin Christine schon gar nicht: Sie freut sich über jeden, der ihr beim Einräumen der Wohnung hilft.

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