VfB Stuttgart Tayfun Korkut und die drei Fragezeichen

Von Gregor Preiß 

Beim VfB Stuttgart drohen nach dem 1:1 gegen Hannover 96 nicht nur Benjamin Pavard und Andreas Beck auszufallen. Trainer Tayfun Korkut bangt vor der Partie gegen Werder Bremen gleich um ein Trio.

Stuttgart - Der Gang war schon wieder einigermaßen rund. Anders als am Samstagabend nach dem 1:1 gegen Hannover 96, als Benjamin Pavard humpelnd von dannen gezogen war, deutete beim Sonntagstraining des VfB Stuttgart zumindest rein äußerlich nichts mehr auf eine Verletzung des Abwehrspielers hin. Gemeinsam mit Dolmetscher Peter Reichert unterrichtete der Franzose Cheftrainer Tayfun Korkut über die neuesten Erkenntnisse nach der ersten tiefergehenden Untersuchung. Korkuts Miene hellte sich danach nur bedingt auf. „Er wird am Samstag gegen Bremen aller Voraussicht nach ausfallen. Alles andere werden weitere Untersuchungen in dieser Woche ergeben“, berichtete der 44-Jährige.

Pavard war in der zweiten Halbzeit gegen die Niedersachsen umgeknickt. Weil der 22-Jährige aber ein „Krieger“ ist, wie Korkut ihn bezeichnete, hielt der Innenverteidiger bis zum Schlusspfiff durch. Woraus sich jedoch nicht ableiten lässt, dass es sich bei Pavard um keine schwerwiegende Verletzung handelt. Das Sprunggelenk wird durch mehrere Bänder zusammengehalten. Ob es sich um eine Dehnung handelt oder um ein möglicherweise angerissenes Band? Korkut gab darauf keine Antwort. Die nächsten Tage werden es zeigen.

Akolo leidet an einer Angina

Gleiches gilt bei Andreas Beck. Der Rechtsverteidiger musste im Duell der Aufsteiger schon zur Pause raus. Sein rechtes Knie war stark angeschwollen, nachdem er einen Schlag abbekommen hatte. Auch bei dem 30-Jährigen konnte die medizinische Abteilung am Sonntag keine abschließende Diagnose geben. Offiziell heißt es wie bei Pavard: Voraussichtlich kein Einsatz möglich.

Damit aber nicht genug. Korkut sprach am Sonntag von gleich drei Fragezeichen hinter seinem Personal. Denn auch ein Einsatz von Angreifer Chadrac Akolo erscheint dem 44-Jährigen als unwahrscheinlich. Der Kongolese stand wegen einer fiebrigen Angina schon gegen Hannover nicht im Kader und wird antibiotisch behandelt. „Auch bei ihm wird es eng“, sagte Korkut.

Planspiele mit der Allzweckwaffe

Der Trainer wird gegen Bremen und womöglich auch in den verbleibenden drei Begegnungen gegen Bayer Leverkusen, 1899 Hoffenheim und Bayern München also wieder basteln müssen. Die Innenverteidiger- Frage dürfte sich relativ schnell klären lassen. Holger Badstuber ist der erste Anwärter als Pavard-Ersatz. Seine gegen Hannover ausgefüllte Rolle im defensiven Mittelfeld wird dann wieder Santiago Ascacibar einnehmen. Der Argentinier fehlte am Samstag wegen seiner zehnten gelben Karte.

Kniffliger dürfte für Korkut die Problemlösung auf der rechten Abwehrseite werden. Wer ersetzt Andreas Beck? Am Samstag sprang – wie schon vor zwei Wochen gegen den Hamburger SV – Christian Genter als verkappter Rechtsverteidiger ein. „Er kann das spielen“, lautete Korkuts Erkenntnis, „er wurde von hinten gut abgesichert und konnte deshalb weiter Impulse nach vorne setzten.“ Mit Blick auf das kommende Spiel gilt für Korkut die goldene Regel: „Wir müssen eine Lösung finden, die uns gleichbleibend stabil hält.“

VfB Stuttgart - Bundesliga

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