Ob Mohammed Abdellaoue beim VfB bleibt, ist fraglicher denn je. Foto: Baumann

Der erste Neuzugang steht fest: Florian Klein (27) kommt wie erwartet vom österreichischen Meister Red Bull Salzburg. Und wenn es nach Sportvorstand Fredi Bobic geht, bekommt der VfB „einen echten Typen, der sich schnell bei uns integrieren wird und unsere rechte Seite verstärken wird“.

Stuttgart - Der erste Neuzugang steht fest: Florian Klein (27) kommt wie erwartet vom österreichischen Meister Red Bull Salzburg. Und wenn es nach Sportvorstand Fredi Bobic geht, bekommt der VfB „einen echten Typen, der sich schnell bei uns integrieren wird und unsere rechte Seite verstärken wird“.

18-mal kam Klein bisher für die österreichische Nationalelf zum Einsatz, zudem er war mit Salzburg zuletzt in der Europa League am Ball, wo er im Achtelfinale am FC Basel scheiterte. „Florian verkörpert das Aggressive“, sagt Bobic, „er kann die komplette rechte Außenbahn beackern.“

Beim VfB ist der offensivstarke Klein, der ablösefrei kommt, aber als rechter Verteidiger eingeplant. Daniel Schwaab, der eher auf der Innenverteidigerposition zu Hause ist, etablierte sich zwar zuletzt als Außenverteidiger, eine Dauerlösung ist er dort aber eher nicht. Gotoku Sakai, der etatmäßige rechte Abwehrmann, spielte zuletzt hinten links – und überzeugte auch dort nicht. Ein Wechsel des Japaners nach dieser Saison ist zumindest nicht ausgeschlossen.

Klein, der auch mit Zweitliga-Aufsteiger RasenBallsport Leipzig in Verbindung gebracht wurde, erhält in Stuttgart einen Vertrag bis 2017. „Die Bundesliga gehört zu den besten Ligen der Welt“, sagt er, „ich freue mich, dass ich bei einem Traditionsverein wie dem VfB zeigen darf, was ich kann.“

Klein soll dabei nicht der einzige Neue bleiben. Der VfB will weiter investieren. „Wir haben die Talsohle erreicht“, sagte Präsident Bernd Wahler, „wir müssen uns nicht mehr gesundsparen und sind in der Lage, Transfers zu tätigen.“ In den nächsten Wochen jedenfalls wird sich einiges tun. „Dass Spieler kommen und gehen, ist völlig normal“, sagt Fredi Bobic.

Die Rückkehr von Mohammed Abdellaoue zu Hannover 96 rückt dabei näher – der Stürmer, der im vergangenen Jahr für 3,5 Millionen Euro zum VfB kam, fasste in Stuttgart nie Fuß. Klar ist: Abdellaoue will weg, und die Gespräche zwischen den beiden Clubs sind in vollem Gange. Linksverteidiger Konstantin Rausch könnte ebenfalls zu 96 zurückkehren, auch er konnte beim VfB nicht überzeugen. Offen ist die Zukunft von Stürmer Vedad Ibisevic. Der Bosnier spielte unter Huub Stevens zuletzt keine Rolle mehr. Sein Verbleib dürfte maßgeblich davon abhängen, wer in der nächsten Saison Trainer des VfB ist und wie der wiederum mit Ibisevic plant.

Ein möglicher Ersatz für den Angreifer ist möglicherweise ein alter Bekannter. Julian Schieber steht bei Vizemeister Borussia Dortmund vor dem Abgang – und angesichts der Heimatverbundenheit des gebürtigen Backnangers könnte der VfB zum Zug kommen, sollte er sich intensiv um eine Rückkehr Schiebers bemühen.

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