Im Dress des VfB: Karim Haggui lief für die Stuttgarter in der Bundesliga neunmal auf. Foto: Baumann

Für Karim Haggui beginnt ein neuer Lebensabschnitt. Der ehemalige Spieler des VfB Stuttgart hängt die Kickstiefel an den Nagel und will Trainer werden.

Stuttgart - Eine lange Fußballkarriere geht zu Ende. Karim Haggui, der ehemalige Innenverteidiger des VfB Stuttgart, lässt an diesem Samstag in einem Abschiedsspiel seine Laufbahn ausklingen. In seiner tunesischen Heimatstadt Sousse trifft der Afrika-Cup-Sieger von 2004 auf eine Freunde-Auswahl. „Ich bin dankbar, dass ich eine so schöne Karriere hatte“, sagt der 35-Jährige. Eingeladen hat der 82-fache tunesische Nationalspieler viele alte Bekannte: Trainer Michael Skibbe wird das Freunde-Team coachen, die ehemaligen Mitspieler Atlin Lala, Steven Cherundolo, Christian Schulz und Sami Allagui werden die Kickstiefel anziehen.

Viele Jahre spielte der zweifache Familienvater in der Bundesliga. Bis 2013 hielt er als Innenverteidiger die Abwehr von Hannover 96 dicht. 104-mal lief er für die Niedersachsen auf und erzielte dabei sieben Tore. Etwa unglücklich verlief die anschließende Zeit beim VfB Stuttgart, wo es nur noch zu neun Spielen und einem einzigen Tor im Fußball-Oberhaus reichte. Dennoch sagt Karim Haggui: „Auch diese Station möchte ich nicht missen. Ich habe heute überall noch meine Freunde.“ Über Fortuna Düsseldorf verschlug es ihn 2016 dann in die Schweiz zum FC St. Gallen, wo sein Vertrag wegen anhaltenden Beschwerden im Adduktorenbereich im letzten Sommer nicht verlängert wurde.

Und jetzt? Karim Haggui hat konkrete Zukunftspläne. In Hannover hat er eine zweite Heimat gefunden, dort will er mit seiner Familie in Zukunft leben. „Wir fühlen uns hier total wohl“, sagt Haggui. Und beruflich? Den Trainerschein machen und später eine Jugendmannschaft übernehmen, so ist der Plan.

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