Serdar Tasci. Foto: dapd

Serdar Tasci fühlt sich gut. Der VfB-Innenverteidiger hat seine körperlichen Beschwerden überwunden. Die Tatsache ist bemerkenswert.

Stuttgart - Serdar Tasci fühlt sich gut. Diese Tatsache ist insofern bemerkenswert, als dass sich der VfB-Kapitän in den vergangenen Wochen nie wirklich gut gefühlt hatte. Ständig zwickte und zwackte es irgendwo. Angefangen hatte alles mit dem Mittelhandbruch aus dem Europa-League-Spiel gegen Dynamo Moskau Ende August. Dann kamen Oberschenkelprobleme hinzu, zuletzt behinderte den VfB-Kapitän eine Entzündung an der Achillessehne. „Nach dem Handbruch habe ich mit einer Schiene trainiert und gespielt und dadurch wohl andere Körperpartien anders belastet“, erklärt sich der VfB-Kapitän seine Leiden. „Es war eine schwierige Situation. Mal spielt man, mal wieder nicht. Ich bin nicht in den Rhythmus gekommen.“

Nun ist die Schiene weg, und in der Länderspielpause hat sich Serdar Tasci auch der restlichen Wehwehchen entledigt – beim Hamburger SV an diesem Sonntag (17.30 Uhr/Sky, Liga total) ist er wieder von Anfang an dabei. „Wir müssen unbedingt punkten – egal wie“, gibt der Kapitän die Devise vor. Dabei will er „mit guter Leistung vorangehen und die anderen mitziehen“.

Er ist optimistisch, dass sich an diesem Sonntag alles zum Guten wendet. „Die meisten unserer Nationalspieler sind mit Erfolgserlebnissen zurückgekommen, das tut der Stimmung gut“, sagt Serdar Tasci. Dass die Lage ernst ist, weiß er. Die Erfahrungen der Horrorsaison vor zwei Jahren haben nicht nur ihn in seiner Entwicklung weitergebracht. „Wir müssen jetzt aufpassen, dass wir nicht noch tiefer unten reinrutschen. Das kann sehr schnell gehen, das ist uns aber allen bewusst“, sagt er, „wir können uns nicht immer auf die Rückrunde verlassen.“ Deshalb will Serdar Tasci mit seinem Team an diesem Sonntag den „Schalter umlegen“. Das letzte Aufeinandertreffen im hohen Norden gewann der VfB mit 4:0 – eine Wiederholung wäre ein sehr guter Anfang.

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