VfB-Trainer Sebastian Gunkel tritt mit seiner U19 erst an diesem Montag gegen den KSC an. Foto: Pressefoto Baumann

Das baden-württembergische Derby in der U19-Bundesliga zwischen dem VfB Stuttgart und dem Karlsruher SC kann nicht wie geplant stattfinden. Die Polizei nahm entscheidenden Einfluss auf die Terminierung.

Stuttgart - An diesem Wochenende findet in Stuttgart der Bundesparteitag der Alternative für Deutschland (AfD) statt. Zu der zweitägigen Veranstaltung am Samstag und Sonntag sind mehrere Demonstrationen angemeldet. Laut Polizei werden insbesondere am Samstag zahlreiche Demonstranten erwartet, einzelne Gruppen haben im Vorfeld zur großräumigen Blockade des Veranstaltungsortes aufgerufen, um die Veranstaltung zu verhindern. Dies sorgt für weitreichende Konsequenzen, unter anderem müssen Flugreisende mit Einschränkungen rechnen und auch der eigentlich für Samstag geplante Fan-Marsch der Anhänger des VfB Stuttgart wurde deswegen verschoben.

Derby auf Montag verschoben

Die Einschränkungen wirken sich zudem auch auf die Spieltagansetzung in der U19-Bundesliga aus. Das ursprünglich für diesen Samstag um 13 Uhr angesetzte baden-württembergische Derby zwischen dem VfB Stuttgart und dem Karlsruher SC wird nicht wie geplant stattfinden. Nach unseren Informationen hatten sich bis zu 500 Karlsruher Fans angekündigt. Grund genug für die Polizei, auf eine Neuansetzung zu drängen, da man nicht für die Sicherheitslage rund um das Robert-Schlienz-Stadion garantieren konnte. „Wir begrüßen die Entscheidung, das Spiel zu verlegen“, sagte ein Sprecher der Bundespolizei und sprach von einer „Parallellage“, die verhindert werden konnte. „Aufgrund des AfD-Parteitages rechnen wir ohnehin mit Störerpotenzial und auch das Derby ist für Problem-Fan-Gruppierungen interessant.“ Auch bei der Stuttgarter Polizei ist man froh über die Verlegung. Am Wochenende des 1. Mai sei die Polizei ohnehin stark gefordert.

Das Spiel ist nun auf diesen Montag um 18.30 Uhr terminiert – zeitgleich mit dem Heimspiel des KSC in der 2. Bundesliga gegen den SV Sandhausen. So soll verhindert werden, dass die KSC-Fans beide Spiele besuchen können. Es ist das vorletzte Spiel in der Junioren-Bundesliga. Der VfB steht auf Rang vier der Tabelle (40 Punkte), der KSC mit 30 Punkten auf Rang neun. Bei einer Niederlage könnte es für die Badener noch einmal richtig eng werden. Ingolstadt auf dem ersten Abstiegsrang (25 Punkte) sowie Eintracht Frankfurt und der 1. FC Saarbrücken (je 27 Punkte) könnten den KSC mit in den Abstiegsstrudel reißen.

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