Kommt er überhaupt noch einmal zurück auf den Wasen? Jochen Schneider hört nach 16 Jahren beim VfB auf Foto: Pressefoto Baumann

Sportdirektor Jochen Schneider hört nach 16 Jahren beim VfB Stuttgart auf. Offenbar gab es Differenzen zwischen ihm und der Vereinsführung um Präsident Bernd Wahler.

Stuttgart - Der VfB Stuttgart kommt nicht zur Ruhe: Wie am Donnerstagabend bekannt wurde, sagt Sportdirektor Jochen Schneider Servus. Der Verein wollte den Abgang nicht bestätigen, doch nach Informationen der Stuttgarter Nachrichten ist spätestens zum Saisonende Schluss.

Wahrscheinlich kehrt der 44-Jährige, der derzeit im Urlaub in der Schweiz weilt, aber gar nicht mehr an seinen Arbeitsplatz auf dem Cannstatter Wasen zurück.

Offenbar gab es Differenzen zwischen ihm und der Vereinsführung um Präsident Bernd Wahler. Schneider ist mit den ihm nach der Verpflichtung von Sportvorstand Robin Dutt zugestandenen Kompetenzen wohl nicht einverstanden. Er hatte seinen Vertrag beim abstiegsbedrohten Bundesligisten erst Ende 2014 um vier Jahre verlängert.

Schneider, der seit fast 16 Jahren in verschiedenen Funktionen im Verein tätig ist, hatte selbst Ambitionen auf das Amt des Sportvorstands, das nach der Entlassung von Fredi Bobic im vergangenen September lange vakant war. Doch dann entschied sich der Verein für Robin Dutt.

Schneider hatte zunächst bekräftigt, trotz anderer Angebote an der Seite des 50-Jährigen weiter machen zu wollen. Doch diese Absicht währte nicht lange.

Der studierte Betriebswirt war zuletzt die rechte Hand von Fredi Bobic und vor allem für die Vertragsausgestaltung bei Transfers zuständig. Kritiker geben ihm eine Mitschuld an der Talfahrt der letzten Jahre.

Doch Jochen Schneider war es auch, der dafür gesorgt hat, dass ein Talent wie Joshua Kimmich nach dem Verkauf an RB Leipzig und seinem Wechsel zum FC Bayern München dem Verein noch stolze sieben Millionen Euro einbrachte. Auch war er an der jüngsten Vertragsverlängerung der beiden Mittelfeldtalente Mart Ristl (18) und Marvin Wanitzek (21) maßgeblich beteiligt.

Wer Schneiders Nachfolge antritt, ist noch offen. Robin Dutt will die Bereiche Profis, Scouting und Jugend besser verzahnen – gut möglich, dass das große Stühlerücken erst noch bevorsteht.

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