Der Marketing- und Vertriebschef von Mercedes-Benz und gleichzeitig ein Mitglied im VfB-Aufsichtsrat, Joachim Schmidt. Foto: dpa

Der Marketing- und Vertriebschef von Mercedes-Benz ist wie Dieter Hundt seit 2002 Mitglied im Aufsichtsrat des Fußball-Bundesligisten und musste zuletzt reichlich Kritik einstecken.

Stuttgart - Am 3. Juni legt VfB-Präsident Gerd Mäuser sein Amt nieder. Spätestens Ende Juni dürfte dann klar sein, wer künftig den VfB Stuttgart führen soll. Am 22. Juli stellt sich der Kandidat der Mitgliederversammlung dann zur Wahl.

Aufsichtsratschef Dieter Hundt bleibt wenig Zeit. Die ersten Gespräche wurden bereits geführt. „Die Suche nach einer passenden Persönlichkeit ist allerdings schwierig“, sagt Hundts Stellvertreter, Joachim Schmidt. Gesucht wird eine charismatische und rhetorisch gewandte Persönlichkeit, möglichst aus der Region, die dem Sport und dem VfB verbunden ist, aber auch in betriebswirtschaftlichen Fragen ein Mindestmaß an Erfahrung mitbringt.

Der Marketing- und Vertriebschef von Mercedes-Benz ist wie Dieter Hundt seit 2002 Mitglied im Aufsichtsrat des Fußball-Bundesligisten und musste zuletzt reichlich Kritik einstecken. Trotzdem kann er sich vorstellen, auch nach Ende seiner Amtszeit 2014 weiter in dem Kontrollgremium mitzuarbeiten. „Die Arbeit macht mir Spaß“, sagt Joachim Schmidt, der sich gegen Vorwürfe wehrt, er habe vor drei Jahren einen lukrativen Sponsoren-Deal mit Porsche über acht bis zehn Millionen Euro aus Rücksicht auf seinen Arbeitgeber verhindert. „Es ist üblich, dass in solchen Sponsoren-Verträgen die Branchen-Exklusivität garantiert wird. Darauf haben wir hingewiesen.“

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