Laktattest erfolgreich absolviert: Jean Zimmer ist beim VfB angekommen Foto: Baumann

Eigentlich hatte sich Jean Zimmer seinen Wechsel zum VfB Stuttgart anders vorgestellt: Mit der Aussicht auf Bundesliga. Jetzt nimmt es der 22-Jährige aber, wie’s kommt und spricht über seine ersten Eindrücke von Stadt und Verein.

Stuttgart - Als der Wechsel nach Stuttgart im Frühjahr fix war, hatte der VfB noch ein komfortables Polster auf die Abstiegsränge und Jean Zimmer große Vorfreude auf die Fußball-Bundesliga. Jetzt heißt es für den 22-Jährigen doch wieder zweite Liga – und das Beste draus machen. Nach seinen ersten Tagen bei seinem neuen Club spricht der Pfälzer Bub über . . .

... die neue Stadt

„Außer viel Verkehr habe ich noch nicht viel gesehen. Stuttgart ist natürlich viel größer als Kaiserslautern, und da es mein erster Vereinswechsel ist, muss ich mich in vielen Dingen erst noch zurechtfinden. Eine Wohnung in der Innenstadt habe ich zumindest schon mal gefunden.“

... seinen Einstand

„Den musste ich noch nicht geben. Bisher wollte niemand was von mir und ich werde auch nicht nachfragen (lacht). Aber wenn ich an der Reihe bin, werde ich mich nicht drücken.“

... den Verein

„Was den VfB angeht, gilt dasselbe wie für die Stadt: hier ist alles ein wenig größer als in meiner Heimat. Beim FCK habe ich nach zwölf Jahren alles und jeden gekannt, hier ist noch alles Neuland für mich. Mannschaft und Trainer haben mich aber super aufgenommen. Jetzt freue ich mich darauf, dass es endlich losgeht.“

... den Abstieg

„Als ich mich für den VfB entschieden habe, war der Abstieg nicht absehbar. Das ist natürlich sehr bitter. Aber deswegen habe ich meine Entscheidung nicht bereut. Wer weiß, wofür es letztlich gut war. Wenn wir mit einer gefestigten Mannschaft wieder hochgehen, können wir im Jahr darauf unter Umständen sogar eine bessere Rolle spielen.“

... die Rolle des VfB in Liga zwei

„Nach allem, was ich bisher von der Mannschaft gesehen habe, bin ich felsenfest davon überzeugt, dass wir oben mitspielen werden. Das Potenzial für den direkten Wiederaufstieg ist auf alle Fälle vorhanden. Wir müssen den Ligaalltag nur schnell verinnerlichen. Wir werden vom ersten Spieltag die Gejagten sein und werden voll dagegenhalten müssen.“

... seine innige Beziehung zum FCK

„Ich bin in der Pfalz aufgewachsen, war immer Fan der Roten Teufel und werde das auch nicht mehr aus mir raus bekommen. Der 1. FC Kaiserslautern wird immer mein Club bleiben. Die Fans haben mir einen Abschied bereitet, wie ich ihn mir schöner nicht hätte vorstellen können. Selbst die kritischen Anhänger haben akzeptiert, dass der Wechsel nach Stuttgart für mich einen Schritt nach vorn bedeutet. Hoffentlich sehen sie das immer noch so, wenn wir in der neuen Saison auf dem Betzenberg zu Gast sind (lacht).

... seine Lieblingsposition

„In der Jugend habe ich alle Positionen bekleidet, insofern sehe ich mich als Allrounder. Zuletzt habe ich in Kaiserslautern rechter Verteidiger gespielt, bin aber im Mittelfeld und in der Abwehr auf allen Außenpositionen einsetzbar. Am Ende entscheidet der Trainer.

... Privates

„Für mich kommt als Erstes meine Familie, also allen voran meine Eltern und meine Schwester, und dann erst der Rest. Aber keine Sorge: Ich werde alles für den VfB raushauen!

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