Der Winter-Neuzugang zeigt in Augsburg ein vielversprechendes Debüt und verleiht dem VfB ein neues Profil auf außen. Von Teamkollege Deniz Undav gibt es im Anschluss warme Worte.
Dass so ein Start beim neuen Club auch schiefgehen kann, weiß Jacob Bruun Larsen aus eigener Erfahrung. „Besser als das erste Debüt, oder?“, fragte der Winter-Neuzugang des VfB Stuttgart schmunzelnd nach dem 1:0-Sieg beim FC Augsburg – mit Blick auf seinen allerersten, ziemlich misslungenen Auftritt im VfB-Trikot: Anfang 2018 hatte der Däne beim 0:2 gegen den FC Schalke 04 unbeholfen einen Elfmeter verursacht und auch sonst offensiv wenig bewegt.
Jetzt, sieben Jahre später, sah das ganz anders aus. In Augsburg war Bruun Larsen nach seiner Einwechslung ohne Frage ein belebendes Element auf dem rechten Flügel – suchte den Weg zum Tor, fuhr im Zusammenspiel mit Siegtorschütze Deniz Undav mehrere Konter, war auch in den Zweikämpfen präsent mit drei von fünf gewonnenen direkten Duellen. „Er hat Intensität und Tiefe in unser Spiel gebracht mit dem Tempo. Ich war zufrieden“, sagte Trainer Sebastian Hoeneß über den Neuzugang von der TSG Hoffenheim, der auf der rechten Seite als echter Flügelspieler damit ein neues Profil im Vergleich zum zuvor unauffälligen Enzo Millot ins Stuttgarter Spiel einbrachte.
Nach wenigen Tagen hat Bruun Larsen damit bei seinem neuen Verein ein erstes Ausrufezeichen gesetzt – was sich Undav zufolge schon im Training angedeutet hatte: „Da hat man gesehen, dass seine Abschlüsse einfach gut sind. Spielerisch bringt er uns viel. Wir merken jetzt schon, dass er sehr gute Qualitäten hat am Ball, viel Schnelligkeit.“
„Es ist eine Mannschaft, die Lust aufs Angreifen hat“
Und Bruun Larsen selbst? Gab sich erst einmal bescheiden. Er werde weiter alles geben – egal, ob von Beginn an oder für 30 Sekunden. Im Team ist er jedenfalls schon gut angekommen, was auch an der offensiven Ausrichtung liegt: „Es ist eine Mannschaft, die Lust aufs Angreifen hat“, sagt der 26-Jährige, „das macht richtig Spaß, sie haben es leicht für mich gemacht, mich hier zu integrieren.“ Dennoch werde dieser Prozess natürlich noch seine Zeit brauchen.
Weitere Auftritte wie in Augsburg würden auf diesem Weg ohne Frage helfen. Die nächste Chance gibt es schon am Mittwoch gegen RB Leipzig (20.30 Uhr/Liveticker) – ein offensiv ausgerichteter Kontrahent, gegen den Bruun Larsens Tempo im Umschaltspiel wertvoll werden kann.