Der Trainer Sebastian Hoeneß weist der VfB-Mannschaft gegen Celta Vigo den richtigen Weg. Foto: Baumann

Der Trainer hat der Mannschaft klar gemacht, dass sie mit hoher Intensität spielen muss. Das ist die Basis für weitere Siege, meint unser Sportredakteur Carlos Ubina.

Der VfB Stuttgart ist in der Spur – und er nimmt nach einem Stotterstart in der Fußball-Bundesliga immer mehr Tempo auf. Das 2:1 zum Europa-League-Auftakt gegen Celta Vigo bedeutete jedoch nicht nur den zweiten Sieg innerhalb einer Woche nach dem 2:0 gegen den FC St. Pauli, sondern vor allem zeigt sich, dass der Pokalsieger nun weiß, wie er zu Erfolgen kommt. Dafür waren zunächst aber klare Worte von Sebastian Hoeneß nötig – intern wie extern. Der Trainer forderte nach der Niederlage in Freiburg mehr Intensität und weniger Selbstgefälligkeit.

 

Die Mannschaft hat sich die deutliche Ansage zu Herzen genommen. Sie läuft mehr als zuvor, sie investiert mehr in das eigene Spiel als zuvor, sie bringt auf allen Positionen wieder mehr Energie ein als zuvor. Das zahlt sich aus, da der VfB immer noch über eine Elf verfügt, die hervorragend Fußball spielen kann. Allerdings muss sie dafür zuerst die genannten Grundtugenden auf den Rasen bringen, ohne sie geht es nicht. Erst danach lassen sich die Angriffe veredeln – wie diesmal durch die Tore von Badredine Bouanani (51.) und Bilal El Khannouss (68.). Sehenswerte Treffer durch die beiden Last-Minute-Transfers von Sportvorstand Fabian Wohlgemuth.

Unnötig war natürlich der Gegentreffer durch Borja Iglesias (86.). Begünstigt durch einen Fehler des eingewechselten Atakan Karazor. Diese Unsicherheit des Kapitäns machte die bis dahin kontrollierte Partie in den Schlussminuten noch einmal scharf – und Karazor, der sich wieder hinter Chema einreihen musste, wird dadurch weiter an Selbstvertrauen verloren haben. Dennoch: der Mittelfeldspieler bleibt ein wichtiger Mann im VfB-Gefüge.

Und die Stuttgarter benötigen in den kommenden Wochen ja einen breiten Kader mit Rotationsmöglichkeiten. Denn es geht im Drei-Tages-Rhythmus weiter. Am Sonntag steht das Spiel beim 1. FC Köln an. Eine Begegnung, in der wieder eine hohe Intensität gefragt sein wird, um sich in der Erfolgsspur zu halten.