Der VfB erhöht sein Konto in der Königsklasse auf zehn Punkte. Dass die Stuttgarter in Bratislava einen verdienten 3:1-Sieg einfahren, hat auch mit der Breite des Kaders zu tun, kommentiert Redakteur Heiko Hinrichsen.
Der VfB hat seine Pflichtaufgabe in Bratislava nahezu souverän gelöst. Ganze zwei Minuten, das war nach dem Gegentor durch die Gastgeber zum 1:2 und dem dritten VfB-Treffer von Fabian Rieder, musste der Anhang der Stuttgarter um die Früchte der Arbeit ihres Teams bangen. Das war zwischen der 85. und 87. Minute, als das VfB-Spiel gegen den slowakischen Meister nach einer flotten ersten Stunde längst viel zu statisch war.
Letztlich aber fuhr der deutsche Vizemeister seine drei Punkte an der Donau bei einem dicken Chancenplus verdient ein. Der Traum von den K.-o.-Spielen in der Champions League lebt also weiter. Und das eine Woche vor dem großen Showdown, dem letzten Spiel der Ligaphase zuhause gegen Paris St. Germain. Das allein ist ein guter Grund, dem Team von Trainer Sebastian Hoeneß einen dicken Daumen hoch zu geben.
Der VfB hat nun zehn Punkte auf der Habenseite. Auch, weil er mitten in der aktuellen Erfolgsserie in der Bundesliga diesmal nicht in die Belgrad-Falle getappt ist. In Serbien hatte es ja trotz zuvor guter Leistungen in der Liga dann auf internationalem Parkett eine bittere 1:5-Packung gegeben.
In 2025 haben die Stuttgarter bei vier Pflichtspielsiegen nun noch überhaupt keinen Punkt abgegeben. Unerwähnt darf dabei zwar nicht bleiben, dass der in der Königsklasse weiter punktlose Gegner von Slovan Bratislava keiner aus dem obersten Regal war. Doch auch gegen formal harmlose Widersacher muss man erst mal bestehen. Den VfB-Profis gelang es jedenfalls, das als heißblütig bekannte heimische Publikum weitgehend ruhig zu halten.
Dass der VfB derzeit einen Lauf hat, liegt auch an der Breite des Kaders. Der eingewechselte Fabian Rieder, der zuvor in diesem Jahr noch gar keine Einsatzminuten hatte sammeln können, ist das beste Beispiel dafür: Schließlich behielt der Schweizer vor dem erlösenden Treffer zum 3:1 die Nerven.
Trotz der Hatz durch den Terminkalender mit Spielen im Vier-Tage-Rhythmus darf die VfB-Fangemeinde daher mit Blick auf das Bundesliga-Gastspiel am Samstag beim FSV Mainz 05 auf weitere Erfolgsmomente hoffen.