Unglücklicher Auftakt: VfB-Rückkehrer Daniel Vier fabriziert ein Eigentor l Foto: Baumann

Unglücklicher hätte die Saison für Fußball-Drittligist VfB Stuttgart II nicht beginnen können. Die 1:2-Niederlage bei Dynamo Dresden leitet ein Eigentor von Innenverteidiger Daniel Vier ein. Die Verletzung von Mittelfeldspieler Robin Yalcin (Schambeinprellung) folgt kurz darauf.

Dresden - Unglücklicher hätte die Saison für den Fußball-Drittligisten VfB Stuttgart kaum beginnen können. Die 1:2(0:2)-Niederlage bei Zweitliga-Absteiger Dynamo Dresden leitete ein Eigentor (22.) von Innenverteidiger Daniel Vier aus 15 Meter Entfernung ein. Der Rückkehrer vom 1. FC Heidenheim hatte den Ball zu Odisseas Vlachodimos zurückspielen wollen, doch der Dropkick war für den Keeper zu stark und landete unhaltbar im langen Eck. „Daniel gingen in diesem Moment wahrscheinlich 100 000 Gedanken durch den Kopf. So etwas passiert im Fußballleben einmal“, sagte VfB-Trainer Jürgen Kramny.

Nach dem Aussetzer des 32-jährigen Abwehrroutiniers fing sich der VfB zunächst. Doch dann musste Mittelfeldspieler Robin Yalcin nach einem Foul behandelt werden, über seine Seite fiel in Unterzahl prompt das Dresdner 2:0 durch Mittelfeldspieler Luca Dürholtz (35.). Yalcin musste zu allem Überfluss mit einer Schambeinprellung ausgewechselt werden, für ihn kam Jerome Kiesewetter. Der VfB II hofft, Yalcin am kommenden Samstag (14 Uhr/Mechatronik-Arena Aspach) im ersten Saisonheimspiel gegen Preußen Münster wieder einsetzen zu können. „Robin hat bis zu einer Auswechslung eine starke Vorstellung im zentralen Mittelfeld gezeigt“, lobte Rainer Adrion, der Sportliche Leiter des VfB II, den 20-Jährigen.

Nach der 2:0-Führung spielte Dynamo vor 20 653 Zuschauern auf Konter. Die in der 68. Minute eingewechselten Markus Obernosterer und Fabian Eisele brachten zwar neuen Schwung ins Spiel des VfB, doch unterm Strich fehlte nach vorne die Durchschlagskraft. „Wir spielten etwas zu brav, daran müssen wir arbeiten“, sagte Adrion. Immerhin gelang Fabian Eisele, dem 19-jährigen Neuzugang aus der eigenen A-Jugend, in seinem ersten Drittligaspiel gleich sein erster Treffer – allerdings erst in der 90. Minute. Auch Timo Baumgartl (18) zeigte in der VfB- Innenverteidigung eine starke Partie. „Solche Spiele, vor solch einer beeindruckenden Kulisse, bringen unsere Spieler weiter“, ist sich Trainer Kramny sicher.

Und schon bald gibt es auch wieder mehr Alternativen im Kader: Stürmer Felix Lohkemper und Defensiv-Allrounder Francesco Lovric kehren nach der U-19-EM in Ungarn zur Mannschaft zurück. Adrion: „Das bringt uns noch einmal einen Qualitätszuwachs.“ Weshalb weitere Neuverpflichtung für das Drittligateam derzeit kein Thema sind.

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